Auswirkungen auf Gesundheit und Verhalten

Unsere Haustiere, ob Hund oder Katze, sind sehr feinfühlig. Bereits kleine Veränderungen in unserem Wohlbefinden, Unzufriedenheiten und Stimmungsschwankungen nehmen sie wahr, ebenso wie Streitigkeiten im familiären Umfeld. Das kann sich langfristig ungünstig auf ihre Gesundheit und ihr Verhalten auswirken.

 

Zu viel Stress – ob sie den von ihren Menschen mitbekommen oder eigenen spüren – kann bei Hunden eine (Mit-)Ursache von körperlichen sowie psychischen Probleme sein und zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Treten für das Zusammenleben (und/oder die Gesundheit) ungünstige Veränderungen im Verhalten auf, solltest du deinen Hund zuerst von einem Tierarzt/einer Tierärztin untersuchen lassen. Er/sie kann körperliche Ursachen ausschließen.

Auf Ursachensuche

Verweigert dein Hund zum Beispiel plötzlich sein Futter, kann das verschiedene Gründe haben. Ist es auf ein medizinisches Problem zurückzuführen, wird das der Tierarztbesuch hoffentlich aufdecken. Hat es mit Stress zu tun (dieser sorgt für eine erhöhte Ausschüttung des Hormons Gastrin, was die Produktion von Magensäure ankurbelt und so auch Hunden im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlägt), kannst du das nur herausbekommen, wenn du ehrlich mit dir selbst bist: Nimm euer Zusammenleben unter die Lupe. Hat es Veränderungen gegeben, die deinen Hund und/oder dich stressen? Nur wenn du sie identifizierst, kannst du sie auch angehen.

Manchmal lässt ein Hund aber weder aufgrund einer Erkrankung noch aufgrund von zu viel Stress den Napf links liegen. Eventuell schmeckt ihm das Futter einfach nicht gut genug. Du kannst versuchen, es ihm wieder schmackhaft zu machen (evtl. erwärmen, etwas Brühe oder Fett darüber geben etc.) oder auch die Sorte wechseln.

Die Nahrung ist essenziell für Wohlbefinden und Gesundheit des Hundes. Wähle daher ein qualitativ hochwertiges Hundefutter, das zu deinem Hund und seinen individuellen Bedürfnissen passt und alle Nährstoffe in der passenden Menge sowie Zusammensetzung liefert. Insbesondere bei Haustieren mit gesundheitlichen Problemen ist die Wahl des geeigneten Futtermittels extrem wichtig. Das gilt auch für die individuelle Pflege.

Verhaltensauffälligkeiten früh erkennen

Verhaltensauffälligkeiten bei Tieren – bedingt durch Stress oder anderen Ursachen –gibt es viele. Sie sind kein Grund, sich zu schämen. Wichtig ist, sie nicht wegzuentschuldigen, sondern zum Wohl des Hundes, sich selbst und seines Umfelds aktiv zu werden – am besten mit der Hilfe einer/eines passenden Trainerin/Trainers. Die Hintergründe sind individuell und mannigfaltig. Sie haben unter anderem mit den Erfahrungen zu tun, die ein Hund mitbringt (gerade bei Hunden aus dem Tierschutz kennen wir diese oft nicht oder kaum) oder auch mit uns gemacht hat. Eine häufige Herausforderung ist Trennungsstress, wenn der Hund nicht alleine bleiben kann. Daran lässt sich mit genug Geduld und Ausdauer arbeiten.

Auffälligkeiten wie ständiges Bellen oder Jaulen an der Haustüre haben zunächst einmal keine dramatischen Auswirkungen – zumindest im Vergleich mit Thematiken wie zum Beispiel Aggressionen oder Ressourcenverteidigung. Bei letzteren ist schnellstmöglich zu handeln und zu managen, um Mensch und Tier zu schützen. Bitte behalte auch dabei im Kopf: Auch hinter gefährlichen Verhaltensauffälligkeiten können gesundheitliche Ursachen stehen. Ein Hund mit Schmerzen zum Beispiel wird womöglich aggressiv auf für ihn unangenehme Berührungen durch Menschen oder auch andere Tiere reagieren. Das gehört abgeklärt und behandelt.

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