Hilfe, mein Hund beißt!

Wenn Vierbeiner beißen, sind die Halter meist ratlos. Doch Beißen ist ein Ausdruck von Aggressivität, Auslöser gibt es viele. Warum Hunde beißen und was man dagegen tun kann, darüber sprach DER HUND mit Hundetrainer Thomas Baumann.

DER HUND: Wie definiert man Aggression bei Hunden?

Thomas Baumann:
Am besten, indem man die verschiedenen Definitionen von Sozialpädagogen, Sozialpsychologen und Verhaltensbiologen auf einen gemeinsamen Nenner bringt: Es handelt sich um ein sogenanntes Vielzweckverhalten – ein Wort, das den komplexen Inhalt des Begriffes Aggression widerspiegelt. Aggression ähnelt einem Werkzeug, das dort zum Einsatz kommt, wo sich der jeweilige Nutzer einen persönlichen Vorteil verspricht. Dieses Verhalten kann sowohl emotionale als auch rationale Hintergründe haben. Genau dieser Umstand muss beim Umgang mit aggressiven Hunden besonders berücksichtigt werden.

DER HUND: Inwiefern? Was können Auslöser für Aggressivität sein?

Thomas Baumann: Grundsätzlich kann jeder innere oder äußere Reiz, der das Anpassungssystem für Stress aktiviert, auch Aggressivität auslösen. Zu den inneren Reizen zählen unter anderem Schmerzen, Unwohlsein sowie generell negative Gefühls- und Erregungszustände. Äußere Reize sind meist unerwünschte soziale Einflüsse, die insbesondere von Artgenossen, aber auch von Menschen und anderen Tieren ausgehen können. In einer Analyse reicht es allerdings nie, den jeweiligen Auslöser für Aggressivität zu ermitteln. In fast allen mir bekannten Fällen führten sogenannte Multifaktoren dazu, dass die Aggressivität zum Ausdruck kam. Aggressivität ist viel zu komplex organisiert, als dass nur der Auslöser dafür verantwortlich gemacht werden kann. In der Diagnostik ist der Auslöser meist offensichtlich, weitere aggressionsfördernde Faktoren müssen dagegen erst analytisch ermittelt werden.

DER HUND: Was ist defensive Aggression, was offensive?

Thomas Baumann: Defensive Aggression dient nahezu ausschließlich der Wahrung einer körperlichen Unversehrtheit oder Distanz. Sie soll einem sozialen Gegenüber mitteilen, dass dessen Annäherung unerwünscht ist, und weist auf die möglichen Folgen einer weiteren Annäherung hin. Defensive Aggression enthält somit den Verteidigungsaspekt, der dem Normalverhalten eines jeden Hundes entspricht. In seriös durchgeführten Wesensanalysen bei sogenannten gefährlichen Hunden muss deshalb defensives Aggressionsverhalten grundsätzlich als angemessen beurteilt werden, da von diesen Hunden keine Gefahr ausgeht. Anders ist das bei offensiver Aggression. Hier treffen wir häufig auf Angriffshandlungen, die als nicht mehr angemessen beurteilt werden können. Häufig geht es dabei nämlich nicht mehr um den Schutz der eigenen Persönlichkeit, sondern um gefahrbringendes, angreifendes Verhalten, ohne dass das soziale Gegenüber einen unmittelbaren Anlass zur Aggression gibt. Oft gibt es auch Mischverhalten aus defensiver und offensiver Aggression.

DER HUND: Welche innerartlichen Stressfaktoren gibt es?

Thomas Baumann: Wie bei uns Menschen gibt es im sozialen Miteinander unter Hunden eine ganze Reihe von Stressfaktoren, die sich als aggressionsfördernd erweisen können. Da wären zum einen konkurrierende Faktoren, die sich aus territorialen Gegebenheiten oder aus Ressourcenansprüchen, beispielsweise um Futter oder Spielzeug, entwickeln können. Ein Konkurrieren kann aber zum Beispiel auch aus dem jeweiligen Bedürfnis nach Privilegien entstehen, etwa wenn zwei Hunde denselben Platz auf dem Sofa oder die alleinige Nähe zum Hundebesitzer beanspruchen. Ebenfalls bekannt sind konkurrierende Elemente mit sexuellem Hintergrund. Und auch die Nichteinhaltung einer beanspruchten Individualdistanz durch einen respektlosen Artgenossen gilt als aggressionsauslösender Stressfaktor. Soziale Ängste, Furcht und Unsicherheiten sind weitere Stressfaktoren. Sie alle können Frustrationen auslösen, die zum Beißen führen.

DER HUND: Welche Unterschiede macht es, ob mein Hund mich oder andere beißt?

Thomas Baumann: Wenn es um Auslöser, Stressfaktoren oder emotionale Zustände des Hundes geht, gibt es faktisch keine Unterschiede. Wohl aber, wenn die zweifelsfrei hochstehende soziale Intelligenz des Hundes berücksichtigt wird. Ein Vierbeiner, der in einem gewachsenen sozialen Verbund seinen Besitzer beißt, muss völlig anders bewertet werden, als wenn er „nur“ den Nachbarn beißt. Greift ein Hund seinen Besitzer an, haben wir weniger ein Aggressions- als ein Beziehungsproblem. In einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung beißt der Hund den Halter nicht. Geschieht es doch, beschäftigt sich der kompetente Trainer oder Therapeut anfangs kaum mit der Aggression. Vielmehr geht es zunächst in die Detailanalyse der Mensch-Hund-Beziehung.

DER HUND: Gibt es die angeborene Beißhemmung wirklich?

Thomas Baumann: Grundsätzlich muss die Beißhemmung innerhalb einer sozialen Entwicklung erlernt werden. Sie ist nicht angeboren. Immer wieder treffen wir auf offenbar genetisch entsprechend veranlagte Vierbeiner, die auch bei optimaler sozialer Entwicklung die Beißhemmung nicht erlernen und das schon in der frühesten Welpenzeit zeigen. Solche Hunde sind lebenslänglich als zumindest risikobehaftet zu bezeichnen.

DER HUND: Ab wann gilt ein Hund als aggressiv? Testen Welpen nicht nur aus, wie weit sie gehen können?

Thomas Baumann: Aggressives Verhalten gilt immer dann als problematisch, wenn es den Stempel einer Unangemessenheit erhält. Was angemessen ist und was nicht, kann ein Hund kaum einschätzen. Für ihn ist Aggressionsverhalten in jeder Form angemessen, sonst würde er es nicht zeigen. Es sind gesellschaftliche Normvorstellungen, vertreten durch entscheidende Behörden, die über Angemessenheit oder Unangemessenheit urteilen. Selbstverständlich testen manche Welpen vereinzelt über das angemessene Maß hinaus, wie weit sie mit aggressiven Verhaltensmustern gehen können. Umso dringender benötigen wir gerade für Welpengruppen in Hundeschulen ganz besonders befähigte Kompetenztrainer, die angemessene Aggressionen tolerieren, unangemessene Aggressionen aber unterbinden.

DER HUND: Was kann ich tun, wenn mein Hund andere Hunde beißt?

Thomas Baumann: Diese Frage kann niemals allgemein, sondern ausschließlich am Einzelfall orientiert beantwortet werden. Dabei geht es ja nicht nur um das unerwünschte Verhalten des betroffenen Hundes. Vielmehr müssen explizit die individuellen Fähigkeiten und persönlichen Möglichkeiten des Hundebesitzers geprüft werden: Sein verändertes Verhalten ist letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

DER HUND: Welche Hilfsmittel kann man einsetzen, um dem Hund das Beißen abzugewöhnen?

Thomas Baumann: Hilfsmittel Nummer 1 sind in jedem Fall ein Maulkorb und die solide Gewöhnung daran. Wie eine neuere Studie unter Beweis stellt, haben Hunde bei positiver Gewöhnung keine Probleme mit dem Tragen eines Maulkorbes. Auch die immer wieder hervorgehobene Kommunikationsschwäche des Hundes mit Maulkorb ist nicht gegeben.

DER HUND: Aber?

Thomas Baumann: Nach unserer Erfahrung haben eher die Hundebesitzer Probleme damit, sich mit dem für jeden offensichtlich gefährlichen Hund identifizieren zu müssen. Bei allen anderen Hilfsmitteln gilt außerdem: So wenig wie möglich – und so viel wie nötig! Es kann sein, dass ich bei einem körpersprachlich versierten und intuitiv gut arbeitenden Hundebesitzer auf soziale Kommunikation zwischen ihm und seinem Hund setze. Das bedeutet, es kommen keine Hilfsmittel zum Einsatz. Der Erfolg – bei korrekter Voreinschätzung – gibt uns Recht. Schon beim nächsten Problemfall kommen wir dagegen unter Umständen zu einem völlig anderen Trainingsplan, weil der Besitzer nur reduzierte oder eingeschränkte Möglichkeiten hat, sich gegenüber dem Hund zu positionieren. Hier kann dann das duale Führen an Halsband und Kopfhalter einen ersten erzieherischen Zugang zum Hund ermöglichen. Ein Aspekt wird häufig unterschätzt: Ein Trainingsplan wird in den meisten Fällen von unterschiedlichen Maßnahmen begleitet. Oft erübrigen sich Hilfsmittel, wenn der Hund mit veränderten Haltungsbedingungen, optimierter Fütterung und zielgerichteter Auslastung konfrontiert wird.

Mit Thomas Baumann sprach Kerstin Butenhoff von der Fachzeitschrift DER HUND.

 

44 Kommentare zu Hilfe mein Hund beisst

  1. Franzi sagt:

    Hallo,

    Wir haben vor ein paar Tagen einen 1,5 Jahre alten Shi tzu mischling aus dem Tierheim geholt. Ist ein männchen. Die vorgeschichte von ihm kennen wir leider nicht.
    An sich ist er total lieb kommt an und will kuscheln alles super.
    Das problem ist nur wenn er sich etwas nimmt zum beispiel mein schuh und ihn dann hat und ich ihm dann näher komme und nur die andeutung mache ihn weg zu nehmen knurt er mich sofort an und will beißen. Das gleiche auch beim futter. Wenn er nicht sofort alles frisst und er dann weg geht und ich nur in die nähe seines futters komme kommt er gleich an und knurrt wieder. Ignoriere ihn dann zwar weiß aber nicbt so recht wie wir das in begriff bekommen sollen.

  2. Jani sagt:

    Hallo,
    Folgendes Problem:
    Seit April letzten Jahres haben wir eine dackeldame vom Vdh-Züchter.
    Anfangs hat alles super geklappt… Beim ersten Besuch der Welpenstunde z.B. Hat sie sich nicht einmal zu den anderen Hunden getraut, sie blieb stets hinter mir stehen. (War ich zu diesem Zeitpunkt noch ‚ihr Rudelführer‘?).. Bei der 2. Stunde spielte sie schon freudig mit den anderen… Und später im Zahnwechsel fing alles an…
    sie hat mich oft gebissen… Auf ein lautes Aua hat sie nicht reagiert, genauso wenig wie auf das abbruchkommando… leider hat sie das auch nach dem Zahnwechsel immer weiter gemacht. Momentan ist der Stand der Dinge der: ich setze mich auf die Couch, spreche sie gsrnicht an und je nach Lust und Laune springt sie mich dann an und beist mich in Hände, Rücken und versucht teilweise sogar, meine Hand tot zu schütteln, wie sie das beim Spielen mit Stofftieren macht. Ignorieren und weglaufen bringt nichts, sie attackiert dann nämlich den Fuß. Ein Scharfes ‚Schluss‘ bleibt leider auch erfolglos. Sie hört in diesem Moment null und steht noch viel mehr auf. Auch nach 5 Minuten im andren Raum macht sie sofort da weiter, wo sie aufgehört hat. Wir wissen langsam nicht mehr, was wir noch tun können, um ihr klar zu machen, dass das Beißen mir weh tut und unerwünscht ist. Vorallem wissen wir nicht aus welchem Anlass heraus sie das tut… Aufforderung zum Spielen, Langeweile? Anscheinend sieht sie sich im Moment als Rudelführer und zeigt in dieser Situation keinen Respekt.. Übrigens kommt das mehrmals täglich vor. 🙁 was können wir tun, dass sie begreift: SO NICHT! ?
    vielen Dank

  3. Verena sagt:

    Hallo, ich habe einen Jack- Russel-Mix. Er ist jetzt 2 Jahre alt. Vorgeschichte: Als er 5 Wochen alt war bekam ich ihn, da der Besitzer die Welpen los werden wollte. Sprich ende September ist er geboren und Anfang November bekam ich ihn. Durch den kalten Winter bekam er blasenentzündung wodurch er vom Tierarzt aus nicht mehr raus durfte und somit erst im Frühjahr alles draussen kennenlernen durfte, was wahrscheinlich auch das Problem war. Heute: Es fing an mit ein bisschen bellen bei fremden leuten. Mittlerweile ist es so das egal wie weit jemand weg steht oder entgegenkommt, oder sich garniert bewegt, angeknüpft und angepeilt wird und das aber aggressiv. Auch auf Kindergeräusche schlägt er an obwohl er mit unsere Tochter aufgewachsen ist (10 Jahre). Er springt auch auf Leute los, gebissen hat er bis heute nicht, nur leicht geschnappt. Ich kann ihn nirgends mitnehmen, geschweige denn jemanden bei mir in die Wohnung lassen. Obwohl er sich mit recht vielen anderen Hunden versteht, ausser gerade mal mit 2 nicht, hat er gestern als ein Hund auf uns zu kam ihn ohne Grund gebissen, bzw. gezwickt. Was kann ich tun das man das Verhalten ein bisschen verbessern oder ändern kann.

  4. stephanie sagt:

    Hallo,
    ich lebe seit 3 Jahren in Thailand. Ich sammle hier Strassenhunde ein die es alleine nicht schaffen würden oder verletzte Hunde.
    Im moment leben 7 Hunde bei mir.
    Da ich im Jungel lebe ist es kein Problem die Hunde den ganzen Tag frei rum laufen zu lassen. Leinen kennen die Hunde bei mir nicht.
    Jetzt ist es so, da ich sozusagen ein „Hunderudel“ habe, gubt es unter Hunden Rangordnungen, und das ist auch gut so. Da mische ich mich nicht gross ein. Ein Hund versuchte aber ein weilchen an die Spitze des Rudels zu gelangen und da gab es ein pasr auseinandersetzungen mit dem Anführer, verständlich. Dieser eine Hind konnte sich aber nicht durchsetzen und hat sich wider in seinen uhrsprünglichen Platz zurück gezogen. Leider ist es jetzt so, das mein Anführer diesen Hund nicht mehr in seinem
    Rudel haben will. Heute hat er sie angegriffen und direkt die Pulsschlagsder getroffen. Zum Glück waren wir rechtzeitig beim Tierarzt.
    Ich habe jetzt Angst den verletzten Hund zurück nach Hause zu bringen da ich glaube es wird wieder passieren bis der vetletzte Hund weg ist, was auch immer das heissen mag…
    Wie kann ich wieder Ordnung herstellen? Gibt es da irgend etwas das ich machen kann? Denn ich möchte krinen der beiden Hunde verlieren.
    Was ich vielleicht noch erwähnem sollte, die Hunde hier sind “
    halbwild“. Der anführer hört auf sitz und pfote geben, oder auch wenn sie etwas falsch gemacht haben wissen sie wen ich meine aber es ist nicht so dass sie beim namen angerannt kommen.
    Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus und ich hoffe das ihr versteht das hier die ganze Hundesituation etwas anders ist als in Europa aber ich versuche mein bestes hier einingen vierbeinern ein besseres Leben zu geben.

  5. Meike Eisenhauer sagt:

    Hallo meine beauceron Hündin ist jetzt 2 1/2 Jahre alt seid 1 jahr legt sie ein merkwürdiges verhalten an den tag sie muss überall da zwischen gehen. Z.b wenn ich und mein ssohn einen Schneeballschlacht machen weiß siesschon gar nicht mehr wen sie beschützen soll (wenn sie kein Maulkorb tragen würde würde sie jeden beißen . Es dürfen auch keine anderen Hunde zu uns auf den hof kommen die attackiert sie trotz Maulkorb obwohl wir mit ihr in der welpenschule und bei der junghunde Erziehung 🙁 da wir einen landwirtschaftlichen Betrieb haben hab ich leider nicht viel zeit deswegen leidet bestimmt auch die Auslastung des Hundes aber kann es wirklich nur daran liegen ? Eigentlich ist ja ein ganz netter Hund wird von jedem gemocht der kommt obwohl sie so ist wie sie ist

  6. Nicole Oberndörfer sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben seit ca. 6 Monaten unseren Jack lt. Papiere wäre es ein Mischling zwischen Ridgeback und Old Englische Dogge. Wenn man Ihn sieht weiß mann eigentlich dass von einem Ridgeback nichts drin ist sondern eher Stafford. Er ist jetzt ein Jahr alt und ein lieber aber sehr aufgedrehter Hund mit sehr viel Energie die wir versuchen mit radfahren und joggen gehen ab zu bauen. Er ist Tagsüber bei meinen Schwiegereltern, da wir beide den ganzen Tag arbeiten gehen. Leider ist meine Schwiegermutte sehr Herzkrank geworden und wir hatten dann einen Platz in einem Doggyhouse, wo er zweimal die Woche war.
    Bei anderen Hunden ist er immer total ausgerasstet und wollte mit jedem Spielen (zumindest haben wir das so interpretiert) und hat auch nicht mehr gehört. Vor ungefähr zwei Monaten wurde uns dann gesagt, dass er kleine Hunde und Welpen anfängt zu moppen. Auf die Frage was wir dagegen tun können wurde uns nur gesagt wir sollen Ihn auspowern. Vor einem Monat haben wir dann gesagt bekommen, dass er erstmal nicht mehr ins Doggyhous kann weil er nach einem kleinen Hund geschnappt hat. Wir haben eine Hundetrainerin parallel in unserer nähe aufgesucht und trainieren regelmäß dass er uns bei anderen Hunden wieder wahrnimmt und auch auf den Rückruf hört.
    Diese Hundetrainerin hat nun auch zweil unseren Jack tagsüber betreut. Jetzt hat er aber nach Ihrem kleinen Hund geschnappt .
    Wir sind sehr verzweifelt weil wir Jack lieben und Ihn nicht hergeben möchten und hoffen dass Sie uns helfen können.

    Grüße
    Nicole Oberndörfer

  7. Claudia sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir haben einen 1 1/2 jährigen Jack-Russel-Mix-Rüden, der vor ca. 2 Monaten kastriert wurde. Wir haben ihn seit gut einem Jahr. Vorher war er in Spanien auf einer Tötungsstation. Er hat sich sehr gut bei uns eingelebt, ist ein kleiner, lebhafter und verschmuster Hund, der sich sehr gut mit anderen Hunden und auch Menschen versteht. Von Anfang an fiel uns jedoch auf, dass er gegenüber Kindern ein ängstliches Verhalten zeigte. Sobald ein Kind sich ihm näherte knurrte er auch leicht. Wir führten dies auf seine Vergangenheit zurück und vermuten, dass er evtl. Als Welpe ein schlechtes Erlebnis mit Kindern hatte.
    Nun hat sich dieses Verhalten verstärkt. Gelegentlich besucht uns ein 10jähriges Mädchen, das absolut lieb mit ihm redet und auf ihn zugeht. Bei ihrem ersten Besuch zwickte er sie kurz ins Bein als sie sich zu ihm runterbeugte. Ich habe ihm daraufhin sofort zurechtgewiesen („nein, pfui“) und in sein Körbchen geschickt. Er reagierte auch gleich auf diesen Befehl, doch auch weiterhin, wenn sie zu Besuch kommt, mag er sich nicht streicheln lassen, knurrt leise und guckt gleichzeitig zu mir, offenbar wissend das er dies nicht soll. Ich reagiere auch immer wachsam und konsequent wie oben bereits beschrieben.
    Ähnlich reagiert er auch draußen, wenn wir Kinder treffen, die sich zu ihm runterbeugen, ihn streicheln möchten o.ä.
    Zusätzlich scheint er draußen ohne und mit Leine Gefallen daran zu finden, Hunde unter einem Jahr (körperlich jedoch auch größere Hunde als er) zu dominieren, indem er sie jagt und nach ihnen schnappt. Selbst, wenn diese sich bei ihrem Herrchen in Sicherheit bringen!
    Wir möchten nicht, dass er dieses Verhalten beibehält oder sogar verfestigt.
    Er verhält sich meinem Mann und mir gegenüber absolut schmusig, vertrauensvoll und genügend gehorsam. Gleichwohl zeigt er auf eine niedliche, harmlose Weise, dass er uns gern dominiert, zB indem er sich, wenn wir liegen auf unseren Oberkörper legt oder sobald wir miteinander reden oder uns küssen, sich dazwischen drängelt und Aufmerksamkeit einfordert. Wir drängen ihn dann zwar zurück, aber Unternehmen nichts dagegen, wenn er sich halb auf einen legt, weil wir so auch gerne mit ihm kuscheln. Ist dies falsch?
    Könnten seine Reaktionen gegenüber jüngeren Hunden mit seiner Kastration zusammenhängen.
    Zeitlich hat sich dieses Verhalten erst seitdem so entwickelt.
    Und: Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen diesem und seinem Verhalten gegenüber Kindern ?
    Verhalten wir uns richtig?
    Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.
    Liebe Grüße

    Claudia

    • Hallo liebe Claudia,

      herzlichen Dank für Ihre Mail. In Ihrer Mail lassen sich verschiedene Schwierigkeiten ableiten. Das bedeutet, dass es auch nicht einen Lösungsweg geben wird, sondern verschiedene Lösungen und Techniken gesucht werden müssen, bzw. klingt es so, dass wir es mit „mehreren Fällen“ zu tun haben.

      Das sollten Sie auf jeden Fall in Begleitung mit einem guten Hundetrainer machen. Dieser sollte auf jeden Fall folgende Punkte mit Ihnen zusammen besprechen und „prüfen“:

      – Ihr Rüde zeigt eine Stressreaktion auf Kinder. Sollte in der Vergangenheit etwas passiert sein, liegt es zurück und wir können es leider nicht rückgängig machen. Das bedeutet – auch unter dem Aspekt, dass keine Beweise vorliegen – die Vergangenheit ruhen lassen und planen, wie Sie Ihren Hund vor Kindern schützen können. Dazu gehört unter anderem, dass Ihr Hund erst einmal keinen Kontakt zu Kindern haben sollte, bis ein Hundetrainer einschätzen kann in welcher emotionalen Stimmung sich Ihr Hund befindet, im Kontext mit Kindern. Das könnte etwa Angst, erlerntes Verhalten, oder oder oder sein. Vor einem Training muss diese Diagnose sicher stehen, da mit einer falschen Technik im schlimmsten Fall das fehlverhalten verstärkt werden kann.

      – Sie beschreiben, dass sich das Verhalten verstärkt. Nun heißt es für den Trainerkollegen herauszufinden, was die Ursache dafür ist. Ist es ein schlechtes Erlebnis oder spielen seine Reife, Erfahrung, Alter, Status dabei eine Rolle?! Auch das muss unbedingt Beachtung finden.

      – Ihr Hund zeigt aggressiveres/ dominierendes Verhalten gegenüber anderen Hunden. Videoanalysen könnten Aufschluss geben. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit – etwa durch eine Handykamera – Videos zu drehen, während Ihr Hund mit anderen Hunden kommuniziert.

      – Die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund wird auch beobachtet werden, speziell unter dem Aspekt, ob Sie Ihren Hund sicher durch den Alltag führen können.

      • u.v.m.

      Ich hoffe, dass Ihnen diese kurzen Stichpunkte eine Hilfe im Training sein können, auf was im Training geachtet werden muss. Dies sind sicherlich nicht alle – aber die, die eine Diagnose unterstützen.

      Auch die hormonellen Veränderungen (durch die Kastration) sollen im Verlauf beobachtet werden. Schreiben Sie gerne schon einmal auf, was Ihnen bezüglich seiner Hormone aufgefallen ist. Das hilft dem Hundetrainer sehr.

      Ich drücke Ihnen sehr die Daumen und wünsche Ihnen viel Spaß beim Hundetraining. Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
      Web: http://www.ziemer-falke.de, Tel. 04487 – 9207898

      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  8. Julia T. sagt:

    Hallo!
    Mein Hund Pluto (Labrador-Schäferhund-Mix, 1 1/2 Jahre alt) hat gestern ein Verhalten an den Tag gelegt von dem wir nichts wussten bzw das uns überrascht hat:
    Unsrre Verwandschaft war gestern mit ihrem neuem Welpen da.
    Ihr Name ist Shila, sie ist ein Mischling und 8 Wochen alt.
    Ich hatte ehrlich gesagt etwas angst, da ich nicht wusste, wie mein Hund auf Welpen reagiert.
    Er hat sie erst ewig lang beschnüffelt, dann hat er angefangen zu sabbern und sie anzulecken.
    Als wir im Garten beim Spielen waren, war er sehr vorsichtig mit der Kleinen.Er hat zwar versucht mit ihr zu spielen, hat aber wohl gemerkt, dass sie noch zu klein ist.
    War alles echt super und süß.
    Dann kam ein Chiwawa, den Pluto auch schon lange kennt. (Der Chiwawa ist etwas jünger als Pluto und ebenfalls Männlich)
    Die beiden sind eigentlich sowas wie beste Kumpels, daher wurde er abgeleint und durfte in unseren Garten.
    Doch als Pluto ihn sah, stellte er wirklich alle Haare am Körper (was ich bei ihm wirklich noch nie gesehen habe, sondern immer nur das Nackenfell) und ging auf den Chiwawa los.
    Es is zum Glück niemand verletzt worden, da die Besitzerin genau wusste, wie sie meinen Hund packen muss.
    Er hat auch gleich die Rute eingezogen und ist zu mir und hat sich hinter mir versteckt.
    Er hat das Fell nach einer Weile wieder angelegt, war aber immer noch angespannt und bellte den Chiwawa an.
    Wir haben dann gesagt, dass wir ein anderes mal wieder zusammen Gassi gehen.
    Wir haben auch schon darüber diskuriert woran das liegen könnte.
    Mein Pluto ist eher ein Angsthase und ist schnell unterwürfig.
    Kann es aber sein, dass er jetzt bei anderen Hunden guck, wie weit er gehen kann?
    Oder hat er nur sein Revier verteidigt? (Hat er bis jetzt nur gegen den Postboten aber auch nicht so aggressiv)?
    Oder könnte es tatsächlich an dem Welpen liegen? Pluto ist nach dem Vorfall dauernd um ihn rum getigert.

    Lg Julia + Pluto

    • Liebe Julia,

      herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Wie in so vielen Situationen, spielen auch in Ihrem Fall viele Kontexte und Möglichkeiten zusammen. Natürlich können wir per Ferndiagnose keine Diagnose stellen, Pluto sollte einem Hundetrainer vorgestellt werden. Dieser sollte verschiedene Punkte aber auf jeden Fall in seiner Anamnese besprechen. Dazu gehört unter anderem:

      • Wie sicher ist Pluto? Gibt es Situationen in denen er sich unsicher fühlt? Wann und wie – und welches Verhalten zeigt er dabei?
      • Wann fühlt sich Pluto sicher?
      • Kann er sich entspannen?
      • Können Sie Pluto durch alle Alltagssituationen sicher führen?
      • Können Sie Pluto auch in Situationen mit besonders vielen Ablenkungen führen und Sicherheit vermitteln?
      • Wie geht Pluto mit anderen Hunden, speziell jungen Hunden/ Welpen um?
      • Legt Pluto viel Wert auf Ressourcen – und was genau sind Ressourcen für Pluto?

      Das ist nur eine kleine Auflistung, aber man merkt, dass die Fragen derzeit mit dem eigentlichen Problem noch nicht zusammenhängen. Diese Fragen sind aber nötig um den Typ Pluto einschätzen zu können, um somit zu erfahren, welche Ursache zu diesem Verhalten geführt haben könnte. Ist die tatsächliche Ursache gefunden worden, ist es möglich, dann zu erklären, was der Auslöser war und vor allem, was Sie in Zukunft trainieren oder optimieren können.

      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Spaß mit Pluto.
      Gerne stehen wir bei Rückfragen auch telefonisch zur Verfügung. 04487-9207898 oder unter http://www.ziemer-falke.de

      Herzliche Grüße
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  9. Nicole sagt:

    sehr geehrte. Damen und Herren,

    Seit März 2014 haben wir unsere Hündin Nala. Sie ist ein Labrador mit Schäferhund und ggf. Auch Pittbull Einfluss. Nala ist ein Strassenhund aus Bulgarien und war dort zwischenzeitlich auch in einer Tötungsstation. Sie ist ca 3 Jahre alt und wie gesagt fast 8 Monate bei uns. Sie ist sehr Mensch bezeigen und ein absoluter Schmusehund mit einem sehr ausgeprägten Jagtinstingt, was alles was sich bewegt angeht…Rehe, Katzen, Mäuse…vollkommen egal. Aus diesem Grund ist leider nur Leinenführung möglich. An der Leine geht sie sehr gut, außer sie sieht etwas Jagenswertes. Am Anfang waren andere Hunde kein Problem auch an der Leine nicht, wenn ein gewisser Abstand gegeben war. mittlerweile entwickelt sie sich zum. Beißer. bevorzugt kleinere Hunde oder gleiches Geschlecht gepaart mit Leine lassen Sie komplett ausflippen. Es gibt jedoch auch Hunde mit denen kommt sie Problemlos aus auch mit Leine. dazu muss man sagen sie ist ein sehr dominanter Hund und gibt klare Ansagen, was ihr nicht gefällt, wenn sie beschnuppert wird. Spielen mit anderen Hunden ist nicht ihrs. In den meisten Fällen wird nach einer kurzen Begrüßung der andere Hund ignoriert. sie war auch wegen eines Kurzurlaubes schon in einer Hundepension und dort war das Zusammenleben kein Problem. Wir wissen jedoch nie was uns erwartet und mittlerweile mussten wir die dritte Rechnung bezahlen, weil sie einen anderen Hund ohne Grund gebissen hat. Sie wird bei manchen Artgenossen einfach total aggressiv und geht auf sie los auch wenn diese bereits unterwürfiges verhalten zeigen.

    Für eine Rat wären wir sehr dankbar, da wir so langsam nicht mehr wissen, was wir tun sollen. Händeschütteln kommt aktuell nicht in Frage, da andere Hund und Leinenführung einfach nicht funktioniert.

    VG
    Nicole Hochwald

    • Liebe Frau Hochwald,

      Nala ist zum jetzigen Zeitpunkt 3 Jahre als, hat somit höchstwahrscheinlich ihre soziale Reife erreicht und steht nun mitten im Leben.
      Hunde entwickeln an der Leine oftmals eine Leinenaggression, das kann jedoch unterschiedliche Ursachen haben. Im ersten Schritt sollten Sie versuchen, diese herauszufinden:

      • Zeigt Nala dieses Verhalten weil sie ein traumatisches Erlebnis hatte?
      • Zeigten sich die Aggressionen im Laufe der Zeit immer stärker – das könnte auf ein erlerntes Verhalten hinweisen
      • Wie viel Sicherheit geben Sie Nala? Könnte es sein, dass Nala versucht Ihre Aufgabe zu übernehmen und Sie sicher durch den Spaziergang führt?
      • Haben Sie den Eindruck, dass Nala Spaß an dem Verhalten hat?

      Ohne Nala nun näher zu kennen, sollten diese Fragen mit einem guten Hundetrainer weiter besprochen werden. Ebenso wird Ihr familiäres Umfeld dabei eine Rolle spielen und der Trainer wird hinterfragen, wie Nala ausgelastet ist, welche Rolle Sie alle zusammen für Nala spielen. Erst wenn das. zusätzlich mit einer Anamnese, durchgespielt wurde, kann eine Prognose abgegeben werden, wie nala sich in Zukunft verhalten wird, bzw. welches Training möglich und nötig ist. Ein weiterer Tipp ist jedoch noch, dass wir empfehlen schnellstmöglich Kontakt zu einem qualifizierten Hundetrainer aufzunehmen. Je eher Sie reagieren, desto eher können Sie das Problem beheben. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung!

      Viel Erfolg mit Nala
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  10. Jessica Lokau sagt:

    Hallo. Habe seid einem Monat einen Labrador Setter Mix von 6 Jahren. Dieser hatte auch schon mehrere vorbesitzer. Wir haben ihn von einer Familie mit 5 Kindern und Katzen lebten dort auch im Haushalt. Loki , so heißt er, wurde von meinem Mann dort abgeholt und kam zu uns in die Familie. Wir haben 2 Kinder. Loki ist sehr ruhig und liegt viel und ist total auf meinen Mann bezogen. Leider hat man das Gefühl das er etwas eifersüchtig auf unseren 6 Jährigen Sohn ist obwohl Loki viel aufmerksamkeit von uns allen bekommt. Gestern kam es dazu das ich von Arbeit kam und Loki mich mit seinem Spielzeug freudig empfing. Danach gingen wir ins Wohnzimmer und mein Sohn versuchte lieb mit ihm zu spielen. Nicht wild oder hektisch. Darauf knurrte Loki und riss meinen Sohn zu Boden und bis ihn in den Kopf und Kratze ihn. Wir rissen Loki runter von ihm und waren schockiert. Ausser Kratzspuren und Schürfungen am Kopf sowie blaue flecke auf der Wange waren Gott sei dank nicht zu sehen. Nun wissen wir nicht wie wir mit ihm umgehen sollen und die Angst ist groß das sowas noch mal vorkommt und es beim nächsten mal schlimmer ausgehen könnte. Bitte um Hilfe. Was können wir tun?
    Mit freundlichen Grüßen
    J.Lokau

    • Liebe Familie Lokau,

      in diesem Fall werden Sie nicht herumkommen, Ihren Hund bei einem guten Hundetrainer vorzustellen. Gerade bei (Beiß-)Unfällen zwischen Kindern und Hunden ist eine genaue Anamnese (teilweise auch bei Ihnen Zuhause) unumgänglich. Per Ferndiagnose ist es leider nicht möglich zu sagen, was die genaue Ursache von Loki war. Diese benötigen Sie jedoch unbedingt um einschätzen zu können, warum er gebissen hat und ob es sich um ein „Missverständnis“ gehandelt hatte, bzw. Loki „gefährlich“ ist. Auch sollte versucht werden herauszufinden, ob Loki bereits im Vorfeld schlechter Erfahrungen mit Kindern gemacht hatte. Hat man die genaue Ursache und stellt fest, dass es einen Beissvorfall aufgrund eines kommunikativen Missverständnisses zwischen Hund und Kind gab, stehen die Chancen einer Wiedereingliederung sehr gut, unter Berücksichtigung von neuen Umgangsregeln, die zusammen mit einem Hundetrainer erarbeitet werden.

      Wir wünschen Ihnen ganz viel Erfolg und gerne stehen wir Ihnen bei weiteren Fragen zur Verfügung!

      Herzliche Grüße
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  11. meuschke ursula sagt:

    Ich habe einen kleinen Shih Tzu 2 Jahre alt bekommen.Aus der Vorgeschichte weiß ich nur, daß er auf sein Frauchen sehr fixiert war. Heute morgen wollte ich ihn streicheln als er vor seinem Freistaat saß, da hat er ohne Vorwarnung zugebissen.
    Ich habe ihn DANN links liegenden und nicht beachtet. DAS
    Futter habe ich danach.weggestellt. Wie soll ich mich verhalten?.Ich glaube ich muß in einfach erstenmal ignorieren und warten bis er auf mich zukommt.

    • Hallo Ursula,
      vielen Dank für Ihre Anfrage zu Ihrem Hund. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie unsicher Sie waren, als Ihr Hund plötzlich zugebissen hat und sie nicht wussten,..“wie soll ich nun reagieren…“. Es ist auf jeden Fall richtig, dass Sie sich Gedanken machen und an einen Hundetrainer wenden. Denn ansonst kann man davon ausgehen, dass Ihr Hund das Verhalten wieder zeigen wird.

      Leider erfahren wir aus Ihrer Nachricht nicht so viele Hintergrundinformation über Ihren Hund, wie z.B. Geschlecht, Ihre Beziehung zueinander, wie lange haben Sie ihn schon, usw. (Es ist übrigens bei Beißvorfällen genauso wichtig zu wissen, wie sich der Hund vor und nach dem Vorfall verhält.) Zu dem ist es immer schwierig (Fern-)Diagnosen über ein Verhalten zu stellen, welches wir nicht selber gesehen haben.
      Sie sehen, man braucht eine Menge Informationen vor Ort, um den Beißvorfall richtig einschätzen zu können.

      Deshalb möchten wir Ihnen raten, einen qualifizierten Hundetrainer vor Ort aufzusuchen. Er kann sich ein Bild machen und sollte Sie dann gemeinsam mit Ihnen beraten wie ein mögliches Training aussehen könnte. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dazu, weil Ihr Hund Sie (zum Glück) erst einmal gebissen und sich das Verhalten zwischen Ihnen noch nicht gefestigt hat. So haben Sie die Möglichkeit durch ein schnelles Eingreifen bzw. Training etwas zu verändern.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Gelingen.

      Herzliche Grüße
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  12. Ricki sagt:

    Hallo 🙂
    Ich habe 2 Hunde die eine ist 4 und die andere 3
    Seit paar Tagen haben wir das Problem das dir große die kleine beißt egal was sie macht sie läuft sofort hin um sie zu beißen egal ob jemand gerade ins Haus kommt oder der Fernseher ausgeschaltet wird sofort rennt sie hin und beißt sie ..
    Die kleine hat mittlerweile schon Angst nach dem Gassi gehen nachhause rein zu gehen und wenn sie Zuhause ist bleibt sie auch meistens nur im Korb was soll ich tun ?

    • Hallo Ricki,

      herzlichen Dank für Ihre Nachfrage.

      Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Ihnen geht!
      Man fühlt sich hin und her gerissen und möchte den einen Hund „beschützen“ und den anderen Hund zurück „pfeifen“, dass er sich gefälligst benehmen soll.

      Leider können wir aus Ihrer Nachricht nicht besonders viele Hintergrundinformation über die Hunde wie z.B. Geschlecht, Rasse, wie war das Verhalten sonst etc. erfahren.
      Zu dem ist es immer schwierig (Fern-)Diagnosen über ein Verhalten zu stellen, welches wir nicht eigenhändig in der Form sowie in der gesamten Verhaltenssequenzen (vor und nachher) von uns gesehen worden ist.

      In der Mehrhundehaltung hat man außerdem auch immer die Situation, dass die Hunde untereinander kommunizieren und zugleich mit dem Menschen.
      Man muss sich als Halter also auch ein wenig in der Hundesprache kundig machen, damit man seine Hunde „versteht“, um sie lenken und mit ihnen kommunizieren zu können.

      Ich möchte Ihnen gerne empfehlen, sich an einen qualifizierten Hundetrainer/Verhaltensberater vor Ort zu wenden. Er kann ev. sogar in einem Hausbesuch sich Ihre Kommunikation untereinander ansehen und dadurch erst einmal eine Diagnose stellen.
      Danach sollte er Sie beraten, wie Sie Ihre beide Hunde lenken bzw. mit ihnen ggf. trainieren können.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und würde mich freuen vom Ergebnis zu hören.

      Herzliche Grüße,
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  13. Claudia sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    langsam verzweifle ich. Mein Hund Paul (labradormix)

    ist ein toller,verschmuster Kerl,der viel durch gemacht hat.

    Ich habe ihn vor genau vier Wochen aus einer Tötungsstation in ungarn
    übernommen. Nach sehr kurzer Anpassungsproblematik,hat er sich gut eingelebt.
    Seit einer Woche ca empfinde ich sein „schnappen“ als groberals nur eine Aufforderung zum spielen (wie man mir erklärte)

    Manches mal scheint es als wolle er richtig kämpfen.
    Mir ist bewusst das die kleinen Milchzähne weh tun können
    aber daran liegt es bicht das ich blaue Flecke bekomme. Teilweise habe ich kleine Wunden an den Händen.

    Er ist jetzt acht Monate alt und bekomme das nicht in den Griff.
    Was kann ich tun,damit er damit aufhört?

    Kriege ich es nicht hin muss ich ihn abgeben und genau das möchte ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Claudia

    • Liebe Claudia,

      vielen dank für deine Nachricht.
      Wie du schon richtig beschrieben hast, hat sich Paul erst mal bei dir eingelebt und nun kann er es sich langsam leisten über die Strenge zu schlagen.

      Die Ursachen für sein rüpelhaftes Verhalten können daran liegen, dass er nun gerade zum Rocker heran wächst, sprich er kommt in die Pubertät.
      In dieser Zeit überprüfen die Hunde, ob der Rudelführer, bei dem sie leben, denn nun auch wirklich Chefqualitäten hat.
      Sie hinterfragen alles und fragen und fragen und fragen,…

      Zudem könnte es sein, dass dein Paul Grenzen braucht. Alle Welpen- und Junghundebesitzer müssen neben Sitz, Platz, usw. ihrem Hund auch ein Abbruchsignal („hör auf damit, was du gerade tust“) beibringen.
      Das sogenannte „Nein“ (welches Wort man dann auch immer wählt.)
      Das bedeutet aber Training, weil kein Hund der Welt unsere Sprache spricht. Hunde erkennen zwar auf Anhieb sehr wohl, eine Stimmung und Körperhaltung des Menschen, aber Paul kann noch nicht wissen, was nein genau bedeutet.

      Liebe Claudia, bevor du dich mit dem Gedanken der Abgabe beschäftigst, schlage ich vor eine qualifizierte Hundeschule zu besuchen.

      Ein guter Hundetrainer kann sich anschauen, wie du und dein Hund miteinander kommuniziert. Er kann dir beibringen, wie du Paul Grenzen setzt, mit denen ihr euch beide wohler fühlt.
      Und er kann sich vor Ort anschauen, ob noch andere Aggressionsgründe bei deinem Paul eine Rolle spielen.

      Aus dem was du beschreibst, klingt das „aus der Ferne“ nicht danach, dass er aggressiv oder gar „böse“ wäre.
      Aber eine richtige Einschätzung kann man nur „life“ vor Ort mit allen Beteiligten abgeben.

      Ich hoffe dir weiter geholfen zu haben. Falls weitere Hilfe von Ziemer& Falke in Anspruch nehmen möchtest, kannst du dich gerne bei uns info@ziemer-falke.de melden.

      Herzliche Grüße,
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

    • Claudia sagt:

      Hallo

      Ich bin es nochmal,Claudia.

      Erst einmal vielen Dank, fuer Ihre Antwort.

      Ich werde Ihren Rat in Angriff nehmen und mit ihm zur
      Hundeschule gehen. Danke nochmals.

      Ich moechte hiermit aber auch nochmal betonen das
      mein “Stinker” sonst gar nicht “boese” ist.

      Er ist wirklich ein Herzensguter Kerl, er wird von jedem geliebt.
      Viele sagen man merke wie “dankbar” er mir sei.

      Und seine TA sagte bei unserem letzten besuch ,wir haetten zns
      gesucht und gefunden ,wir seien ein tolles Team und man wuerde sehen
      wie sehr er mich lieben wuerde.
      Daher denke ich auch das er mir nicht mit Absicht weh tun wuerde.

      Denn das haette er sonst wohl auch schon getan.

      Ich liebe diesen ” jungen ruepel” und setzte alles daran
      das er das beissen laesst.

      Ich habe ihn nicht aus Ungarn geholt um ihn weg zu geben.

      Danke nochmal auch dafuer das ich mich weiter an sie wenden darf.

      Ganz liebe Gruesse
      Claudia

  14. Julia sagt:

    Ich habe ein grosses Problem!

    Seit ungefähr 1 1/2 Jahren habe ich eine, jetzt 3 Jährige Hündin, aus dem Tierheim geholt (Schäferhund-Schnauzer-Mischling . Dort wussten sie nichts von ihrer Vorgeschichte, denn sie wurde anscheinend von jemanden gefunden und ins Tierheim gebracht.
    Sie war schon super erzogen, hat sich mit der Zeit rausgefunden, konnte schon sitzt, platz, bleib, stop, etc und war stubenrein. Mit Artgenossen hat sie sich auch immer bestens verstanden. Sie ist ruig und will immer schmusen.Einfach eine liebe und alle die sie kennen haben sie lieb!

    Doch nach ein paar Wochen hat sich eine „Macke“ herausgestellt; ich habe sie einmal in die Bar mit genommen, in der ich arbeite (war dort als Gast) als sie anfing, nachdem wir schon eine weile am selben platz sassen, ein paar Leute, die vorbei gelaufen sind, ganz leicht zu zwicken .
    Habe dann natürlich sofort mit ihr geschimpft. Das hat sie dann angefangen bei mir zuhause zu machen, als jemand in die Wohnung kam, ohne ihr Aufmerksamkeit zu geben, oder jemand den sie nicht kannte.Immer als jemand in die Wohnung kam habe ich sie fest gehalten damit das nicht mehr passiert.
    Doch jetzt ist es schlimmer geworden! Sie beisst jetzt richtig zu wenn jemand aus dem nichts in ihr Revier kommt. Mit Revier meine ich eine Stelle in der wir länger als 30min sind. Das ist jetzt schon 2 mal passiert und ich weiss nicht was ich machen soll! Mit einem Maulkorb fühlt sie sich garnicht wohl (ich weiss, sie hat jemanden gebissen und dann soll das egal sein, aber sie ist sonst wirklich einfach lieb).

    Jetzt passiert es ziemlich oft das sie zwickt, was kann ich machen??

    Bin ziemlich verzweifelt!

    Vielen Dank schonmal!
    Julia

    • Liebe Hundehalterin,

      ich kann mir gut vorstellen, wie überrascht Sie waren, als sich so plötzlich das Verhalten Ihres Hundes veränderte und dazu noch in unangenehmer Weise.

      Nun ist es nicht unüblich, dass sich Hunde, die aus dem Tierschutz kommen, in den ersten Wochen nach ihrem Einzug in das neue zu Hause zunächst ruhig und angepasst verhalten.
      Sie wollen sich einfach erst mal eingewöhnen und halten sozusagen „den Ball flach“.
      Nach einiger Zeit werden Sie mutiger, entspannter oder was auch immer, und dann kann es dazu kommen, dass sich ihr Verhalten verändert.

      Es kann aber auch sein, dass sich die „Macke“ ihrer Hündin schleichend angekündigt hat, was Sie nur nicht mitbekommen haben und entsprechend nicht frühzeitig eingreifen konnten.
      Manchmal ist die Körpersprache unserer Hunde sehr schnell und differenziert, dass kann über ein Anspannen der Muskeln, eine Blickrichtung oder eine Körperhaltung gehen.

      Sie sehen schon, es gibt viele mögliche Ursachen und deshalb ist eine gute Diagnose wichtig.
      Sie sollten auf jeden Fall einen gut spezialisierten Hundetrainer/ Hundeverhaltensberater involvieren, der sich alles vor Ort anschauen kann.

      Es fehlen uns aus der Ferne einfach zu viele wesentliche Informationen, wie z.b., wie kommunizieren Sie als Mensch-Hunde-Team.
      Die Verhaltensveränderung muss nicht bedeuten, dass Ihr Hund „plötzlich böse“ ist. Eine gute Anamnese würde Licht ins Dunkle bringen und Ihnen die Aggressionsursache erklärbar machen.
      Daraufhin kann durch einen Hundetrainer auch ein möglicher Trainingsweg vorgeschlagen werden, den Sie zusammen mit Ihrem Hund umsetzen können.

      Noch ein Wort zum Maulkorb, der für das Training ein wichtiges Hilfsmittel sein kann, je nach Absprache mit Ihrem Trainer.
      Der Kopf und vor allem die Schnauze sind beim Hund sehr empfindliche Körperteile. Sie können sich vorstellen, wie unangenehm es für einen Hund sein kann, „plötzlich“ so einen Maulkorb aufgezogen zu bekommen.

      Es sollte auf jeden Fall einer sein, indem der Hund hecheln kann, keine Maulschlaufe!
      Dann ist es wichtig den Maulkorb schrittweise, sehr langsam auf zu trainieren.
      Sprich, schmieren Sie z.B. Leberwurst hinein und lassen diese von Ihrem Hund abschlecken.
      Wenn er noch nicht mit der Schnauze rein möchte, dann eben nur am Rand usw.
      Gehen Sie im Training nur einen Schritt weiter, wenn es sicher ist, dass der Hund beim zuvorigen Schritt ruhig und entspannt ist.
      Das kann durchaus Woche dauern.
      Kaufen Sie sich dazu einen neuen Maulkorb, der alte ist sozusagen „verbrannte Erde“ .-)

      Herzliche Grüße,
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  15. Tina sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit April diesen Jahres haben wir einen Dackel-Jack-Russel Mischling, Sunny. Sie ist mittlerweile ca. 3 Jahre alt. Am Anfang war sie sehr anhänglich und verschmusst mir und meinem Mann gegenüber.
    Doch seit ich wieder Arbeit habe (Hund wurde langsam ans alleinesein gewöhnt) und meine Schwester (wohnt im selben Haus) Sunny in Ihrem Urlaub (2 Wochen) einfach überall mitgenommen hat wird sie aggressiv mir gegenüber. Sie fängt mit knurren an, fletscht die Zähne und hat mich auch schon öfter versucht zu beissen. Zweimal hat sie mich auch erwischt. Sie ignoriert mich, geht mir aus dem Weg und lässt sich von mir nicht mehr anfassen ohne aggresiv zu werden. Einige Hundeseiten, sowie mein Tierarzt sagen ich muss Ihr zeigen das ich der Rudelführer bin, doch langsam bekommt sie wohl nun auch noch Angst vor mir, da ich ab und zu etwas lauter werde und mich versuche durchzusetzen. Nun fängt sie leider auch an, meinem Mann gegenüber aggressiv zu werden. Was können wir tun, damit sie weiss wer der „Herr“ im Hause ist und das sie nicht mehr beisst?
    Gegenüber meiner Schwester ist sie wie ausgewechselt. Sie freut sich tierisch wenn Sie nachhause kommt und will nur ihre Aufmerksamkeit.
    Natürlich ist es für uns auch sehr frustrierend, das unser Hund sich uns gegenüber vom Schmusehund zum Agrohund verwandelt hat.
    Unsere vorherige Hündin (Labradormischling) war eine richtige Schmusebacke und hätte niemals gebissen.
    Wir würden uns über jeden Rat freuen.

    Vielen Dank!

    Tina

    • Liebe Tina,

      ganz herzliche Dank, dass Sie sich uns anvertraut haben.
      Es ist sehr verständlich, das Sie und Ihr Mann frustriert sind, dass sich Sunny’s Verhalten Ihnen gegenüber so verändert hat.

      Grundsätzlich ist es zunächst einmal normal, dass sich das Verhalten eines Hundes innerhalb der ersten Monate, wenn er bei seiner neuen Familie eingezogen ist, verändern kann.
      Hunde gewöhnen sich nicht so schnell an eine neue Umgebung, wie wir es uns manchmal wünschen und es für uns auch von außen aussehen mag.
      Solange Sie in der Eingewöhnungs-Phase sind, verhalten sie sich in der Regel vorsichtiger und zurück haltender, sie wollen sich anpassen.

      Das soll natürlich nicht das aggressive Verhalten Ihres Sunny’s weg reden, es ist nur eine Hintergrund-Informationen für Sie.

      Jetzt zu Ihrer speziellen Lage. Man kann als Hundetrainer leider niemals aus der Ferne eine Diagnose stellen und mögliche Trainingsmethoden vorschlagen.
      Es macht auch keinen Sinn, einfach den Tipp zu bekommen, man sollte sich als Rudelführer durch setzen.

      Es fehlen uns wesentliche Informationen, wie z.b., wie kommunizieren Sie als Mensch-Hunde-Team. Wie ist die Bindung innerhalb Ihres Rudels. Welche Rolle spielt Ihre Schwester dabei und welches Verhalten zeigt Sunny in den übermäßigen Phasen der Aggression vor- während- und nach der Situation. Welches Verhalten zeigt Sunny außerdem im Alltag usw., usw.

      Sie sollten auf jeden Fall einen gut spezialisierten Hundetrainer/ Hundeverhaltensberater involvieren, der sich alles vor Ort anschauen kann.
      So können Sie dann entscheiden, welches Training für Sie und ihren Hund das geeignete ist.
      Sollten Sie diesbezüglich weitere Informationen und Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an uns und unser Team wenden. 04487 – 9207898.

      Herzliche Grüße

      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  16. Antje Zimmermann sagt:

    Hallo
    Ich habe mir Ende April 2014 einen Schätzungsweise ein 2,jahre alten Mini Shih Tzu zugelegt. der vorher schon nicht gerade ordentlich behandelt wurden sein muss. Er reagiert anderen Hunden ziemlich aggressiv und wenn er gestresst wird von anderen Menschen obwohl er seine Ruhe haben möchte Beisst Er . Was kann das sein warum macht er sowas . Wie kann es besser werden .

  17. Anja sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Unsere 4 1/2 jährige Yorkshire-Jack-Russel Mischlingsdame ist gegenüber Fremden und anderen Hunden ziemlich aggressiv, und das hat sich nun auch schon darin geäußert, dass sie mehrmals richtig zugebissen hat, sodass es wirklich richtig geblutet hat. Früher war sie nicht so, da hat sie sich zwar nicht von jedem einfach streicheln lassen, aber gebissen hat sie nie und mit anderen Hunden hat sie sich immer gut verstanden und sie hat mit ihnen gespielt. Etwas vorgefallen ist auch nicht und ich frage mich wirklich, warum sich dieses verhalten bei ihr entwickelt hat und was ich tun kann, damit sie wieder beruhigter wird und mit anderen Hunden spielen kann…:( Ich muss dazusagen, ich bin 16 Jahre alt und anscheinend in meiner Familie die einzige, die sich mit dem Thema Hundeerziehung auseinandersetzt, denn bei meinen Eltern darf sie wirklich ALLES, von auf dem Sofa/Bett sein bis hin zu betteln beim Essen und Hochspringen, ich habe sie schon so oft darauf angesprochen, aber sie checken einfach nicht, dass das wichtig ist und für meinen hund tut es mir einfach nur leid! Ich habe ihr beispielsweise beigebracht, bei „Hier her!“ herzukommen und schaffe es so sogar, sie aus ihrem „Bellanfall“ herauszuholen und sie beruhigt sich dann auch relativ rasch, während es einfach zwecklos war, meinen Eltern dies immer und immer wieder zu sagen, meine Mutter hat es dann einmal gemacht und weil unsere Hündin dann nicht direkt reagiert hat, hat sie einfach aufgehört und sich nicht durchgesetzt und nun wird sie, wenn sie bellt, einfach weiterhin grob vom Sofa gestoßen, woraufhin sie sich nur noch mehr aufregt (verständlich!) Meine Eltern denken zwar, sie hätten Ahnung von Hunden, mir wird aber immer klarer, dass dies nicht der Fall ist und ich habe Angst, dass deren verhalten verantwortlich für die aggressive Haltung unserer Hündin ist.. Was kann ich nur machen? Ich will ihr helfen, weiß aber nicht, wie ich ihr 1. das beissen abgewöhnen und 2. meine Eltern endlich davon überzeugen kann, dass sie und ihre Ignoranz wahrscheinlich der Auslöser sind und dass sie sich in diesem Punkt einfach ändern müssen..

    LG und ich wäre um jeden Rat dankbar, der mir und meiner Lilly irgendwie weiterhilft.. 🙁

    -Anja

    • Liebe Anja,

      erst einmal lieben Dank für Deine Anfrage und ein großes Lob, dass Du Dich so toll für Deine Hündin einsetzt und Eure Situation schon so gut einschätzen kannst.

      An sich ist Aggression ein ganz normales Verhalten von Hunden, das zu ihrer Art der Kommunikation gehört. Auf der anderen Seite kann Aggressionsverhalten, wie in Eurem Fall, leider zu Verletzungen von anderen Hunden oder gar Menschen führen, weshalb hier wirklich Handlungsbedarf besteht. Wichtig ist, dass Du Dich dafür nicht alleine verantwortlich fühlst, sondern noch einmal das Gespräch mit Deinen Eltern suchst.

      Zunächst sollten Krankheiten, die solche Aggressionen ebenfalls fördern können, seitens des Tierarztes ausgeschlossen werden. Wenn das der Fall ist, scheint es aufgrund Deiner Schilderungen ein erlerntes Verhalten zu sein, das sich in den meisten Fällen auch wieder umlernen lässt. Hierzu solltet Ihr Euch umgehend an einen guten Hundetrainer oder Verhaltensberater wenden. Dieser Trainer kann sich Lillys Verhalten dann vor Ort anschauen und Euch zeigen wie Ihr zielführend und auf eine positive Weise mit Lilly trainieren könnt. Denn wie Du schon ganz richtig beschrieben hast, müsst Ihr alle konsequent an einem Strang ziehen, damit Deine Hündin wieder ruhiger durchs Leben gehen kann und außerdem auch keine Gefahr mehr für Ihr Umfeld darstellt!

      Dabei wünschen wir Euch viel Erfolgt und falls wir Euch von unserer Seite aus noch weiterhelfen können, wendet Euch gerne unter 04487 – 920 78 98 an uns.

      Herzliche Grüße
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  18. Andreas sagt:

    Hallo liebes Hunde-Team,

    durch die Google-Suche bin ich auch auf Ihre Seiten gestossen und möchte mich nun mit einem „beissenden Problem“ an Sie wenden.

    Ich habe einen ca 2,5 Jahre alten Appenzeller Sennenrüden.
    Er biß jetzt innerhalb 3 Monaten 3 mal zu – und das letzte mal mich.

    Zur Vorgeschichte …
    Es ist ein super lieber Hund, der auch wahnsinnig auf mich bezogen ist, der bei jedem Spaziergang mit anderen Hunden für sein Verhalten gelobt wird, wie er folgt, wie er an mich gebunden ist …
    Er ist von klein auf 2 Tage die Woche in „Betreuung“ in der zwischen 6 – 8 Hunde den ganzen Tag um ihn sind, er ist dadurch und durch häufigen Kontakt zu anderen Hunden denke sehr gut sozialisiert.
    Das einzige bisher, er ist nicht kastriert und hat dann denke naturbedingt ab und an Probleme mit anderen nicht kastrierten Rüden – wobei meiner halt die Haare stellt und knurrt, aber nicht beißt, allerdings wurde er bereits 2 mal leicht gebissen.

    Im Umgang mit Menschen ist er eigentlich desinteressiert, also er geht zu keinem Radfahrer, Jogger, Fußgänger, selbst wenn diese ihn rufen oder locken lässt er diese aussen vor.
    Allerdings lässt er sich von fremden Menschen nicht anfassen. Wenn jemand sich ihm nähert knurrt oder bellt er, spätestens wenn eine Hand scih auf ihn zu bewegt, aber er warnt indem er wie gesagt bellt oder knurrt. Dies weiß ich jetzt inzwischen und kann damit umgehen.
    Vielleicht muss ich auch dabei erwähnen das er als kleiner Welpe mal geschlagen wurde, von einer Hundetrainerin!!! …. und er auch anschließend mal ziemlich herum geschupst wurde, da er immer seine Schweineohren und ähnliches verteidigte.

    Leider kam es auch schon 3 – 4 mal vor, das er nach einer Hand geschnappt hat, aber ohne zuzubeissen, und zwar immer wenn er gestreichelt wurde. Dies waren allerdings immer Personen die er eigentlich kannte, z.b. darunter meinte Tochter (10), die allerdings nur alle 2 Wochen am WE bei mir ist.
    Jetzt wurden aus dem schnappen aber leider ein beißen – und zwar ebenfalls ihm bekannte Personen, das erste mal noch nur „leicht“ meine Freundin, ohne Blut aber mit deutlichen Spuren, dann im Urlaub biß er richtig kräftig meine Mutter in die Hand, die ihn streicheln wollte … und das für mich am unerklärlichsten …
    letzthin biss er mich, als wir abends kuschelten und ich ihn streichelte, wie so ziemlich jeden Abend zuvor auch – und zwar gleich 2 mal, 1 x in Arm und 1 x in die andere Hand, und das so richtig.
    Dies war komplett ohne irgendeinen Grund oder zumindest erkennbaren Ansatz … wir waren zwar nicht alleine, meine Freundin war mit dabei … aber ….

    Ich weiß jetzt nicht was ich tun soll … ich liebe meinen Hund …
    aber es haben jetzt alle Angst vor ihm … selber kann ich zwar im Alltag ganz normal mit ihm umgehen, aber wenn das entspannte kuscheln ist nicht mehr … – ich bin sehr angespannt.
    Mein Hauptproblem ist jetzt allerdings – ich habe wie gesagt 2 Kinder, 10 und 5 Jahre – er hatte schon mal geschnappt damals, ohne Folgen, auch in Bezug auf den Umgang zwischen Hund und Kind … – aber sein beissen wurde jetzt von mal zu mal schlimmer! Meine Freundin hat ebenfalls Kinder – ich kann nicht ständig wenn wir zusammen sind aufpassen das sich ja keine Hand meinen Hund nähert … ich habe aber ständig Angst, er könnte jemand richtig verletzen.
    Bei mir hat er richtig tief in den Arm gebissen – nur das ich glaub … wie auch immer ich das schaffte … total ruhig blieb, mein Arm nicht bewegte und wartete bis er wieder los ließ gab es keine richtige schwerwiegende Verletztung, sondern „nur“ 2 tiefe Löcher im Arm, jedoch hat er sofort auch nach meiner anderen Hand gebissen.
    Wie gesagt, ich liebe meinen Hund, … aber vermitteln lässt er sich auf keinen Fall … und ich weiß nicht ob ich eine wirkliche andere Lösung wie das einschläfern finden kann.
    Ich möchte das ja auf keinen Fall – hab auch mit meinen Tierarzt gesprochen, der chipt ihn jetzt um zu testen wie er kastriert wäre … – nur – kann ich mir das Risiko wirklich leisten und eingehen??
    Was ist wenn er ein Kind beisst – und das vielleicht nicht „nur“ in Arm … oder und auch da kann man schnell mal was treffen …

    Ich bin recht verzweifelt – klar, ich dachte auch an einen Hundetrainer, aber ich war schon in 2 Hundeschulen (auch wegen dem schnappen), das brachte mal null und die sind auch nicht darauf eingegangen …
    aber auch hier – kann das ändert sich ja nicht von heute auf morgen …

    Haben Sie mir einen Rat? oder einen WIRKLICH kompetenten Ansprechpartner in der Region Ulm (89073)?

    Vielen Dank.

    LG
    Andreas

    • Hallo Andreas,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir können ihre Sorge sehr gut verstehen. Ihr Hund ist derzeit 2,5 Jahre alt und zeigt verschiedene Aggressionsmuster, die nicht klar und deutlich zu erkennen sind. Sie beschreiben sehr ausführlich, das ist sehr gut, so kann man sich Ihre Emotion und auch die Situationen gut vorstellen. Ihr Fall scheint komplex zu sein. Das beginnt schon damit, dass Ihr Rüde Aggressionen gegen Hunde als auch andere Menschen zeigt. Hierbei könnten wir es auch mit zwei verschiedenen Ursachen zu tun haben. Das sollte im weiteren immer beachtet, oder ausgeschlossen werden. Zudem kommt, dass Ihr Hund mit Menschen schlechte Erfahrung gemacht hat. Das ist natürlich ein Trauma für den Hund, das vergisst er nicht so schnell, eine mögliche falsche Reaktion durch andere Menschen, kann ihn reflexartig reagieren lassen. Weiterhin müssen Sie auch ausschließen können, dass Ihr Hund Schmerzen hat. Bitte suchen Sie auf jeden Fall einen guten Tierarzt oder Tierheilpraktiker auf, der Ihren Hund einmal komplett untersucht. Durch Berührungen können Schmerzen entstehen, bzw. verstärkt werden. Diese könnten akut oder chronisch sein. Sollten Schmerzen die Ursachen für Aggressionen sein, ist als erstes eine tierärztliche Therapie angedacht. Im zweiten Schritt sollten Sie mit einem guten Hundetrainer u.a. ein Desensibilisierungstraining beginnen, so dass Ihr Hund wieder stressfrei den Alltag genießen kann – und Sie natürlich auch.

      Oben beschrieben war es nur ein kleiner Exkurs, in mögliche Aggressionsursachen. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie Explorationsdrang, usw. Da Sie mit Kindern zusammen leben, ist es nun wichtig, dass diese geschützt werden. Lassen Sie Ihre Kinder NIEMALS mit Ihrem Hund allein, vor allem nicht, wenn die Ursache nicht klar ist. Ein präventives Maulkorbtraining, das positiv belegt ist, macht zudem auch Sinn. Suchen Sie unbedingt einen guten Hundetrainer in Ihrer Nähe. Gerne sind wir Ihnen behilflich. Kontaktieren sie uns gerne, wir helfen bei der Vermittlung gerne weiter.

      Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie und Ihr Hund das hinbekommen!
      Alles Gute
      Kristina Ziemer-Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  19. Alice sagt:

    Hallo
    Unser Hund Tyson ( Labrador 1 Jahr und 3 Monate alt ) wurde vor kurzem kastriert. Nach der Kastration ist er zunehmend aggressiv mir gegenüber. Er hat mich bereits 2 mal stark gebissen. Jetzt steht natürlich die Frage im Raum was tun. Ich fürchte mich mittlerweile vor ihm , da die Angriffe aus dem nichts kommen und man nicht drauf vorbereitet sein kann. Ich sehe momentan nur die Möglichkeit ihn ins Tierheim zu geben, jedoch fällt mir das nicht gerade leicht, da ich mich an ihn so sehr gewöhnt habe.
    Ich bitte um schnelle Hilfe!

    • Lieber Hundehalter, liebe Hundehalterin!

      Herzlichen Dank für Ihre Nachricht. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall einen gut spezialisierten Hundetrainer/ Hundeverhaltensberater involvieren. Es kann sehr gut sein, dass die Kastration in Zusammenhang mit der gesteigerten Aggression steht. Dennoch sollten ein paar weitere Aspekte untersucht werden. Bevor der letzte Weg zum Tierheim geht, sollten Sie sich Hilfe bei einem gut geschulten Fachmann suchen, denn es ist spannend, dass der Hund vorher keine Aggressionen Ihnen gegenüber gezeigt hat. Daher muss es also nicht bedeuten, dass Ihr Hund „plötzlich böse“ ist. Eine gute Anamnese würde Licht ins Dunkle bringen und Ihnen die Aggressionsursache erklärbar machen. Daraufhin kann durch einen Hundetrainer auch ein möglicher Trainingsweg vorgeschlagen werden, den Sie zusammen mit Ihrem Hund umsetzen können.

      So können Sie dann entscheiden, welcher Weg für Sie und ihren Hund in Frage kommen würde.
      Sollten Sie diesbezüglich weitere Informationen und Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an uns und unser Team wenden. 04487 – 9207898.

      Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie und Thyson das gut hinbekommen!

      Herzliche Grüße
      Kristina Ziemer-Falke und Team
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  20. ricarda sagt:

    Der Hund unserer Nachbaren hatte schon immer ein Erziehungsproblem,er biss normale Leute einfach so und geht andauernd andere Hunde an…Seine Besitzter, die wir persönlich kennen lassen ihn,was wir wirklich nicht verstehen auf die Couch und ins Bett obwohl er agressives Verhalten aufweist.Meine Mutter hat sie zu einer Hundetrainerin geschickt bei der sie sehr gute Erfahrungen hat,da wir selbst auch Probleme mit unserem Kaukasen aus dem Tierheim hatten. Die Trainerin hatte einen Plan ausgearbeitet,aber den Besitzern war es zu viel Arbeit und sie haben den Plan nicht befolgt.Stattdessen sind sie zu einer anderen gegangen die ihnen den Tipp gegeben hatt,ein Leckerli vor die Nase des Hundes zu halten,was natürlich schief ging da der Hund sehr Ressourcen orientiert ist.Er biss seine Besitzterin mehrfach in den Arm und zwar heftig.Die arme Frau musste ins Krankenhaus,aber jetzt will sie den hund einschläfern lassen!!!Ich meine sie hat den Hund doch nicht richtig erzogen.warum wird der Hund jetzt für den Fehler seines Herrchens bestraft?sie hat meine Mutter gefragt ob wir den hund nehmen, aber wir können nicht.Heute Früh wollte sie ihn bei einem Tierartzt einschläfern lassen, aber dieser hat sich geweigert einen gesunden Hund einzuschläfern,hätte er das nicht getan wäre „Strolchi“ jetzt tot. Ich würde ihn ja nehmen ,aber ich bin dem nicht gewachsen da ich erst 13 bin.HILFE! was soll ich tun?

    • Hallo liebe Ricarda,

      wir können sehr gut nachvollziehen wie es dir geht! Man fühlt sich hin und her gerissen und möchte dem Hund gerne helfen. Leider gibt es Situationen, in denen wir selbst nur machtlos daneben stehen können. Die Art wie du den Fall beschreibst, lässt die Bemerkung zu, dass du dich mit der Materie gut beschäftigst. Gleichzeitig stellst du aber fest, dass du nicht reagieren kannst, weil eure Nachbarn die Tipps von dir und deiner Mutter nicht annehmen, bzw. nicht komplett umsetzen. Damit stehst du genau auf der Grenze, wie jeder Hundetrainer, deren Kundenhunde und Halter im Training nicht weiter kommen. Auch wenn wir die gute Argumente oder Trainingshilfen haben – der Kunde kann das Verhalten nur so gut umsetzen, wie er unsere Trainingstipps auch umsetzen möchte.

      Liebe Ricarda, dein Engagement ehrt dich sehr, doch leider wirst du in diesem Fall nicht mehr tun können. Die Entscheidung was mit dem Hund geschehen wird, bleibt in der Verantwortung des Hundehalters. Sprich die Nachbarin entscheidet ob sie den und behält oder nicht. Der Tierarzt hat rechtlich auch richtig reagiert. Ein Hund darf nicht ohne weiteres eingeschläfert werden. Vielleicht könnt Ihr noch den Hinweis geben, dass der Hund in einem Tierheim untergebracht wird, so dass „Strolchi“ mit seinem nächsten Besitzer mehr Glück hat und eine zweite Chance verdient hat.

      Ich finde deinen Einsatz sehr lobenswert und du musst dir keine Sorge machen, dass du zu wenig unternommen hättest. Solltest du noch weitere Fragen haben, kannst du dich gerne jederzeit an uns und unser Team wenden!

      Wir drücken dir die Daumen und wünschen dir und deiner Familie aber viel Spaß mit eurem eigenen Hund!

      Und bei Fragen, melde dich gerne! http://www.ziemer-falke.de
      04487 – 9207898 – info@ziemer-falke.de

      Alles Liebe
      Kristina Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  21. Kelly-Jane Vaughan sagt:

    Hallo …
    Ich brauche dringend Hilfe …
    Wir wohnen mit 5 Personen auf einen Bauernhof. Meine Mutter, ihr Freund, meine kleine Schwester(10), mein Freund und ich.
    Wir sind vor zwei Wochen auf den Hof gezogen und haben unsere 2 jährige kleine Hündin mitgenommen. Wir haben alle ein sehr guten Bezug zu unseren kleinen, artigen mischling. Nun haben wir gerade eine Kangal – Hünden (5 Monate) bekommen die sich eigendlich sofort super benommen hat. Die kleine Hündin zeigte von Anfang an respekt gegenüber der kangal Hündin.. sie hat allgemein Angst vor großen Hunden. Also sie läuft immer mit eingezogenem Schwanz weg. Unsere kleine darf auf die Couch und verteidigt diese auch .. die kangal Hündin darf nicht drauf. Am Anfang wollte die kangal Hündin die kleine immer wieder zum Spielen auffordern aber die kleine wollte nicht. Heute ist uns aufgefallen das die kangal Hündin vorne rechts in der pfote schmerzen hat und wir haben mit alle man ein Splitter gesucht. Nun als wir nichts gefunden haben und entschieden haben den Tierarzt Morgen aufzusuchen haben wir uns alle an den Küchen Tisch gesetzt. Dann wollte die kleine Hündin an der engen Bank zu meiner Mutter. Auf einmal lief die kangal Dame hinter der kleinen her und hat sie gebissen . Wir mussten sie von der kleinen runterreißen sonst hätte sie nicht losgelassen. Die kleine hatte so Angst das sie auf den Boden gepinkelt hat. Nun sitzt die kleine verängstigt unter der Couch und die kangal Hündin im Flur. Wir sind alle ratlos… Außerdem haben wir Pferde, Ziegen und Katzen obwohl draußen wie auch drin …. Die kangal Hündin hat diesen nichts getan. Liebe grüße Kelly

    • Hallo Kelly,

      vielen Dank für deine Nachricht. Wir können verstehen, dass Ihr in Sorge seid. Bissverletzungen sind nie wirklich schön.
      Derzeit scheint es in Eurem Leben sehr spannend zu zu gehen. Erst der Umzug, dann der zweite Hund, das ist auch für alle Tiere sehr aufregend.
      Dann ist es so, dass der Kangal derzeit 5 Monate alt ist. Ein Kangal ist ein Herdenschutzhund und benötigt, damit er sich gut integriert besondere Aufmerksamkeit in der Erziehung. Es sind tolle Hunde, aber man muss ein gutes Auge darauf halten. Zumal er nun auch kurz vor der Pubertät steht und sicherlich ausprobieren wird, was ihm erlaubt ist und was nicht.
      Euer Mischling hingegen, ist schon an den Alltag gewöhnt, aber auch der Umzug kann Stress bei ihm auslösen. Nun kam es zu einer Biss-Situation in Eurem Haushalt. Wahrscheinlich hat die Situation keiner vorher gesehen.

      Nun ist es aber wichtig die Ursache zu finden, warum der Kangal so reagiert hat. Da reicht es leider nicht zu sagen, weil der Mischling vielleicht in der Nähe deiner Mutter war. Denn durch den derzeitigen Alltag scheinen da noch andere Faktoren zu sein, die dieses Beißverhalten mit begünstigen.

      Es ist auf jeden Fall ein Fachmann heran zu ziehen. Dabei solltest du darauf achten, dass er sich auch mit Herdenschutzhunden gut auskennt. Er sollte nach den neuesten wissenschaftlichen Methoden arbeiten. Mit ihm solltet ihr eine komplette Anamnese machen und den Lebensweg beider Hunde beschreiben. Auch sollte Euer Alltag, die Wohnsituation, usw. beachtet werden. Ein Hausbesuch ist unumgänglich. Ich empfehle nicht allzu lange zu warten. Zum einen ist der Kangal noch sehr jung und wird sein Verhalten in den nächsten Monaten weiter ausprobieren und „erwachsen“ werden und zum anderen sollte auch die Intensität des Bisses an Eurem Mischling schnellstmöglich analysiert werden und das kann man am besten, wenn die Verletzung noch recht frisch ist.

      Solltest du Fragen haben, kannst du dich gerne bei uns melden!
      04487 – 9207898 – info@ziemer-falke.de

      Wir wünschen Dir viel Erfolg und ein tolles Training!
      Liebe Grüße
      Kristina Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  22. Maria sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich schreibe zu Ihrem Thema: Hilfe, mein Hund beißt!

    Unser Hund zwickt Menschen, die sich bewegen – dies kann in der Wohnung sein oder draußen. Es ist meist unvorhersehbar. Man läuft die ganze Zeit mit ihm herum und dann auf einmal geht jemand an ihm vorbei und er zwickt in die Wade. Es hat noch nie geblutet, aber wir wissen nicht, warum er es macht und wie wir dies verhindern können. Zu Hause lassen wir ihn deshalb ins Körbchen gehen wenn Besuch da ist. Da liegt er dann meist ganz entspannt. Das einzige was uns einfällt ist, ihn draußen die ganze Zeit mit Leckerchen abzulenken, aber das kann es doch nicht sein oder?

    Generell ist es ein ängstlicher Hund, der auch schnell Leute anbellt, die ihn ansprechen oder auf ihn zu gehen, weil sie ihn streicheln möchten.

    Vielleicht haben Sie eine Idee, wie wir ihm helfen können, dass er entspannter wird und auch keine Menschen mehr belästigt.

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Maria

    • Liebe Maria,

      herzlichen Dank für Deine Mitteilung zu der wir gerne Rückmeldung geben möchten.

      Leider können wir aus Deiner Nachricht nicht besonders viele Hintergrundinformation über Euren Hund wie z.B. das Alter, Geschlecht, Rasse etc. und Euch erfahren. Zu dem ist es natürlich auch immer schwierig (Fern-)Diagnosen über ein Verhalten zu stellen, welches nicht eigenhändig in der Form sowie in den Verhaltenssequenzen vor und nachher gesehen worden ist. Trotz der angesprochenen Punkte möchten wir Euch gerne ein paar Hinweise und Antworten mit auf den Weg geben:

      Zum ersten möchten wir ein ganz großes Lob für die Arbeit im Haus mit Besuchern aussprechen. Hier habt ihr alles richtig gemacht! Aus welchem Grund heraus Euer Hund bisher Besucher nicht ertragen konnte und mit unerwünschten Verhalten reagiert hat, habt ihr ihm mitteilen können, dass ihr die Situation unter Kontrolle habt und er sich somit in seinem Körbchen entspannen kann. Ihr habt ihm also ein geeignetes Ersatzverhalten beigebracht…Daumen hoch!!!

      Genauso werdet ihr draußen mit eurem Hund arbeiten müssen. Für die Situationen in dem er unerwünschtes Verhalten zeigt braucht euer Hund ein Ersatzverhalten. Er weiß nicht, dass er sich in euren Augen unerwünscht verhält. Bisher war das für ihn die beste Strategie um unversehrt aus der Situation rauszukommen und hat das Verhalten somit erlernt und ruft dies zuverlässig ab. Wichtig für diese Arbeit mit dem Hund ist natürlich, dass das Ersatzverhalten in reizarmen Situationen bereits konditioniert und somit abrufbar ist und dass Ihr den Auslöser bzw. die Reizschwelle kennt, wann das unerwünschte Verhalten gezeigt wird.

      Wie wir aus Deiner Nachricht herauslesen liegt hier das Problem. Die Anzeichen des Hundes können so minimal sein, dass Ihr diese vielleicht nicht deuten könnt oder man beim eigenen Hund schon ein wenig „betriebsblind“ geworden ist 😉 Dies ist ganz normal.

      Hier würden wir Euch als Tipp empfehlen einen Hundetrainer hinzuziehen. Der zweite wichtige Schritt bei der Arbeit mit eurem Hund ist die Arbeit am eigenen Verhalten bzw. an der eigenen Souveränität. Gerade bei ängstlichen Hunden muss der Hundehalter Souveränität ausstrahlen, damit der Hund sich an ihm orientieren kann. Horcht einmal ganz unvoreingenommen in Euch hinein, ob ihr in der einen oder anderen Situation wirklich noch ganz relaxt seid oder die Anspannung bei Euch auch bereits angekommen ist…auch dies ist ganz menschlich!

      Bekommt man seine eigene Gefühlslage unter Kontrolle bewirkt dies durch die Stimmungsübertragung auf den Hund bereits einen großen Schritt im Training.

      Wir wünschen Euch viel Erfolg und freuen uns vom Ergebnis zu hören!

      Herzliche Grüße
      Kristina Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  23. Katalin Boros sagt:

    Hy, ich habe einen Hund, der beisst jeden anderen Menschen nur mich nicht. Ich habe kein normales Leben deswegen, weil ich wegen meines beissenden Hundes mit keinen anderen Menschen zusammen leben kann. Mein Hund ist 10 jahre alt (Pekinese) und war immer so. Ich habe schon versucht, laut zu reden mit ihm und ihn zu bestrafen, wenn er beisst. Aber all das hilft nichts und ich brauche dringend Hilfe, weil ich will ihn nicht einschläfern lassen. Und ich will nicht mehr alleine leben! Danke für Eure Hilfe!

    • Liebe Katalin Boros,

      herzlichen Dank, dass Sie sich an uns gewendet haben. Ihren Hund einzuschläfern ist mit Sicherheit nicht die erste Wahl und auch nicht die Richtige.

      Wenn ein Hund übersteigerte Aggression anderen Menschen gegenüber zeigt, kann dies verschiedene Ursachen haben.

      Beispiele:

      • Ihr Hund hat diese Verhaltensweise erlernt, da er damit bisher am besten durch sein bisheriges Leben gekommen ist. Meist kommt hinzu, dass die unerwünschte Verhaltensweise durch unser menschliches Handeln unbewusst bestätigt wird und der Hund somit auf das erlernte Verhalten immer wieder in den gleichen Situation zurückgreift, weil er es als richtig empfindet.
      • Schmerzen können ebenfalls Auslöser für aggressive Verhaltensweisen sein. Ihr Hund ist 10 Jahre alt und es zwickt und zwackt vielleicht an so manchen Stellen im Körper. Zum eigenen Schutz und zum Distanzaufbau anderen Menschen gegenüber hat er sich daher die Verhaltensweise angewöhnt.
      • aus Angst und Unsicherheit kann ein Hund in bestimmten Situationen ebenfalls mit Aggressionen reagieren

      Sie schreiben in Ihrer E-Mail, dass Ihr Hund „beisst“. Für uns als Hundetrainer ist es enorm wichtig zu wissen, wie der Hund gebissen hat (schnappen oder tiefe Bisswunde usw.) und in welchen Situationen das passiert ist. An all diesen Dingen können wir erkennen, welche Motivation hinter dem „Beissen“ steckt.

      Sie merken bestimmt schon, dass wir Ihnen nicht einfach aus der Ferne eine goldene Lösung präsentieren können.

      Fakt ist, dass Ihr Hund unerwünschtes Verhalten zeigt und dies durch Hundetraining ziemlich sicher verbessert werden könnte (gesundheitliche Ursachen ausgenommen) .

      Ein mögliches Training könnte sein:
      Ihrem Hund ein Ersatzverhalten bei zu bringen, z.B:
      a) „Wenn Besuch kommt gehst Du auf deinen Platz und bleibst dort“ oder
      b) „Wenn sich Frauchen jemand nähert machst Du platz, weil Frauchen die Situation unter Kontrolle hat“

      Um hier richtig vorzugehen und den genauen Grund (Angst Unsicherheit, Territorial, Frauchen beschützen, erlernt etc.) Ihres Hundes zu erkennen und somit einen Trainingsplan aufstellen zu können, würden wir Ihnen empfehlen, sich an einen geeigneten Hundetrainer zu wenden.
      Dieser würde sich zuerst ein Bild über Sie als Mensch-Hund-Team machen und dann einen gemeinsamen Trainingsplan aufstellen und Sie dabei begleiten.

      Leider können wir aus Ihrer Mail Ihren Wohnort nicht entnehmen. Wenn Sie uns diesen mitteilen, können wir Ihnen vielleicht einen guten Hundetrainer aus unserem Ausbildungszentrum oder unseren eigenen Hundeschulen empfehlen.

      Herzliche Grüße
      Kristina Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  24. Christine Hackmann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    seit dem 1.4.14 haben wir einen neuen Hund, Nura. Nura haben wir aus dem Tierheim geholt und kam aus Griechenland, wo sie (vermutlich) auf der Straße gelebt hat. Da sie direkt am ersten Tag bereits dreimal weggelaufen ist, haben wir eine lange Schleppleine geholt und es wird regelmäßig mit ihr Gassi gegangen. Der Hund scheint mich als Bezugsperson ausgesucht zu haben, da sie mir gegenüber viel zutraulicher ist, als bei meinen Eltern und meiner Oma. Seit Montag habe ich wieder Uni, fahre aber so oft es geht wieder nach Hause. Auch am Montag fing es dann an – Nura besitzt ein Körbchen, das sie zu beschützen versucht. Schließlich hatte sie wahrschenilich noch nie etwas eigenes und versucht es zu verteidigen. Am Montag haben wir dann von 3 unterschiedlichen Personen Besuch bekommen und Nura lag in ihrem Körbchen. Die Personen, die sie ein paar Tage vorher schon kennengelernt hatte, wurden plötzlich von ihr angeknurrt und sie hat nach ihnen geschnappt. Als ich dann Zuhause war, hat meine Oma sie angesprochen und Nura fing wie wild an sie an zu bellen und schnappte nach ihr. Nun ist es soweit, dass Oma nur noch an ihrem Körbchen vorbeigehen muss, um bei dem Hund ein Knurren auszulösen. Ich bin ratlos – als Nura zu uns kam war sie der größte Angsthase überhaupt, sie mag andere Hunde und unsere Katzen interessieren sie herzlich wenig. Sie traut sich kaum durchs Haus zu gehen und zuckt bei jeder schnellen Bewegung und jedem unbekannten Geräusch zusammen. Wenn ich bei ihr bin blüht sie regelrecht auf, allerdings wird man misstrauisch, wenn man weiß und gesehen hat, wie sie bei meiner Oma reagiert.
    Wir wollen sie allerdings gerne behalten, sie ist schließlich kein Gegenstand, den man „umtauschen“ oder zurückgeben kann. Sie ist gechipt und kastriert. Das aggressive Verhalten ist mir nur aufgefallen, wenn man an ihr Körbchen gegangen ist. Wir haben noch nicht ausprobiert, wie sie meiner Oma und den Besuchern reagiert, wenn ihr Körbchen nicht in der Nähe ist, aber an den Tagen vor Montag war sie draußen sehr ängstlich, aber hat sich von jedem vorsichtig streicheln lassen. Wie es aber jetzt ist, kann ich nicht sagen. Man wird misstrauisch.
    Um eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christine Hackmann

    • Hallo liebe Frau Hackmann,

      vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal Hundeschulen.de
      Wir können uns sehr gut vorstellen, dass der Einzug des neuen Familienmitgliedes bei Ihnen einige Aufregung verursacht hat.

      Normalerweise kann man Verhaltensprobleme am besten behandeln, wenn sich der Hundetrainer und der Halter mit seinem Hund im direkten Kontakt sehen.
      Ferndiagnosen sind prinzipiell schwierig und lückenhaft.

      Dennoch können wir eventuell ein paar grundsätzliche Gedanken zur Anregung geben:

      – Wie Sie schon richtig erkannt haben, ist der Einzug für Nura schwierig – von den griechischen Strassen in einen festen deutschen Wohnsitz.
      Sie erleidet gerade einen „Kulturschock“: andere Infratsruktur, enger menschlicher Kontakt + Räumlichkeiten usw.
      – Bis ein Hund wirklich in seinem neuen Umfeld angekommen ist, kann das bis zu einem Jahr dauern! Natürlich kann es auch schneller gehen – dennoch muss die Vorgeschichte des Hundes – zumindest was bekannt ist mit einbezogen werden.

      – Nura braucht jetzt ganz klare Alltagsstrukturen, Regeln und Rituale, an denen sie sich orientieren kann. Dabei können Sie Nura prima unterstützen, indem Sie ihr diese Rituale schaffen
      Das Körbchen sollte als Rückzugsort für Nura gelten, wenn sie darin liegt, bedeutet das für die Menschen sie in Ruhe zu lassen (nicht ansprechen, anfassen, anschauen).
      So kann Nura Sicherheit an diesem Platz erleben und Stress abbauen bzw. sich davor schützen.
      Deshalb sollte das Körbchen auch so platziert sein, dass es geschützt steht und keiner mehr dicht
      daran vorbei gehen muss.

      Was das konkrete Training betrifft, ist es sehr ratsam einen qualifizierten Hundetrainer zur Unterstützung hinzu zu ziehen. Wichtig ist es jetzt Geduld zu bewahren und Nura erst mal ankommen zu lassen, damit ist schon einmal viel gewonnen 🙂

      Wir hoffen, dass wir ein wenig helfen konnten.
      Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich bitte wieder gerne bei uns! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und jede Menge Spaß mit Nura!

      Herzliche Grüße
      Kristina Falke
      Redaktion dieHundeschulen.de in Kooperation mit Ziemer & Falke, Schulungszentrum für Mensch und Hund

  25. Liebe Frau Tafertshofer,
    ferndiagnostische Ratschläge zu problematischem Hundeverhalten sind stets schwer zu formulieren, wenn nur sehr wenige Informationen vorliegen. Grundsätzlich gilt aber: wenn ein Hund ohne erkennbaren Grund auf einmal Passanten anfällt, dann sollte in jedem Fall der verhaltensmedizinische Aspekt nicht unberücksichtigt bleiben. Bei unerklärlichen Zusammenhängen ist deshalb eine Blutuntersuchung inkluse Schilddrüsenprofil angesagt, um erkrankungsbedingte Verhaltensveränderungen ausschließen zu können. Auch die Funktionalität des Bewegungsapparates sollte geprüft werden, um eine schmerzbedingte Aggression ausschließen zu können.
    Je nach Alter Ihrer kleinen Tochter können durchaus auch hier Zusammenhänge entstehen. Es ist bekannt, dass insbesondere Kleinkinder bei Hunden bestimmte Verhaltensweisen (auch Aggressionen) hervorrufen können. Hierdurch bauen Hunde einen Schutzmechanismus auf, um den vermeintlich „schwachen“ Sozialpartner schützen zu können. Hier sollten Sie aber selbst Feststellungen treffen können, ob sich der Hund in seinem Aggressionsverhalten gegenüber Passanten unterschiedlich zeigt, wenn das Kind anwesend oder auch nicht anwesend ist.
    Selbstverständlich können aber noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren eine Ursächlichkeit für Aggressionen darstellen. Zur Erlangung einer aussagekräftigeren, vorläufigen Diagnose müssten Sie deshalb Sammy einem kompetenten Verhaltensberater/in vorstellen.

    Thomas Baumann
    dogworld.de

  26. Rebecca Tafertshofer sagt:

    Hallo Hr. Baumann,
    ich bin im Internet auf das Thema gestoßen. Leider ist es bei uns auch der Fall; meine Familie und ich sind ahnungslos warum unser Hund (Samy 4,5 Jahre) auf einmal fremde Passanten anfällt.
    Ein Punkt könnte unsere kleine Tochter sein, Samy lässt sich alles von der kleinen gefallen, sind wie man so schön sagt `gute Freunde `geworden. Allerdings befürchten wir auch, dass sich sein Verhalten daraus erschießt. Haben sie einen Rat, was können wir tun?

    Vielen dank.
    Lg Rebecca Tafertshofer