Foto: jarmoluk (CCO-Lizenz)/pixabay.com

Modernste Technik für den täglichen Einsatz: Tierchiplesegeräte für die Hundeschule

In vielen privaten und öffentlichen Bereichen sind sie seit Jahren im Einsatz: Tierchiplesegeräte ermöglichen die eindeutige Identifikation eines Tieres mithilfe einer mehrstelligen Identifikationsnummer. Auch in der Hundeschule kann es sinnvoll sein, auf diese technischen Alltagshelfer zurückzugreifen. Moderne Tierchiplesegeräte sind einfach in der Bedienung und überzeugen durch schnelle und zuverlässige Ergebnisse. 


Haustiere haben in den meisten Fällen eine enge Bindung zu ihren direkten Bezugspersonen. Vor allem Hunde suchen die Nähe ihrer Familie und spüren grundsätzlich nicht den Drang, wegzulaufen. Trotzdem kann es passieren, dass ein Tier einen Alleingang unternimmt und plötzlich nicht mehr zurückfindet.

Tierchips sind eine wichtige Vorsichtsmaßnahme

Wird ein eingefangenes Tier zu einer offiziellen Stelle wie einem Tierheim oder einer Tierarztpraxis gebracht, verfügen diese Einrichtungen häufig über ein modernes Tierchiplesegerät. Im besten Fall lassen sich damit die Halter und deren Kontaktdaten ermitteln. Auch für Hundeschulen hat sich ein professionelles Tierchiplesegerät bewährt, um Tierhalter etwa bei der Suche nach entlaufenen Vierbeinern zu unterstützen oder herrenlose Tiere schnell und einfach zuordnen zu können.

Voraussetzung für die Identifikation des aufgegriffenen Tieres ist, dass ihm zuvor ein Chip unter die Haut implantiert wurde, auf dem alle wichtigen Informationen gespeichert sind. Der Chip enthält eine weltweit einmalige Identifikationsnummer. Die Identifikationsnummer ist 15 Stellen lang und stimmt mit der im blauen EU-Heimtierpass vermerkten Nummer überein.

Idealerweise hinterlegen Halter auf dem Mikrochip nicht nur alle wichtigen Informationen zu ihrem Tier, wie Alter, Rasse, Herkunft und Impfstatus, sondern auch relevante Halterdaten wie Namen und Anschrift sowie eine Telefonnummer, unter der sie im Bedarfsfall zu erreichen sind. Tierhaltern können ihre vierbeinigen Freunde nach dem Chippen bei einer der drei großen Tierdatenbanken im Internet kostenlos registrieren zu lassen:

Merkmale professioneller Tierchiplesegeräte

Es gibt zahlreiche Hersteller und das Angebot variiert stark im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit, Qualität und Kosten. Während im privaten Bereich häufig einfachere Modelle ausreichen, sollten Hundeschulen auf höchste Qualität setzen. Im Fachhandel sind passende Lesegeräte für die verschiedenen Einsatzbereiche zu finden. Professionelle Tierchiplesegeräte verwenden RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), die alle erforderlichen EU-Vorgaben und ISO-Normen berücksichtigt.

Ein hochwertiger Tierchipleser sollte vor allem robust sein. Hier empfiehlt sich vor allem eine mehrfache Versiegelung gegen Feuchtigkeit und eine hohe Stoßfestigkeit. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Benutzerfreundlichkeit. Der Ausleseabstand sollte so kalibriert sein, dass kein direkter Körperkontakt mit der Stelle erforderlich ist, an der der Chip sitzt. Diese Stelle ist außenstehenden Personen nicht immer genau bekannt. Sehr praktisch ist zudem ein großes Display, auf dem sich die Identifikationsnummer schnell und einfach ablesen lässt. Der Speicherplatz des Gerätes für ausgelesene Nummern und Daten sollte zwischen 500 und 1.000 Einträgen liegen. So können Hundeschulen sicherstellen, dass sie auch ihre wechselnde Klientel immer zuverlässig abdecken können.

DanielBrachlow (CCO-Lizenz) / pixabay.com

In vielen Ländern besteht Chippflicht

Wer sein Haustier chippen lässt, ergreift eine wichtige Vorsichtsmaßnahme. Den Sinn davon hat auch der Gesetzgeber bereits vor einigen Jahren erkannt. Deshalb gibt es in verschiedenen Bereichen und Ländern eine Chippflicht, die eng mit dem Tierschutzgesetz in Zusammenhang steht. Hundeschulen können ihre Kunden unterstützen, indem sie über die aktuelle Gesetzeslage informieren und gegebenenfalls auf fehlende Kennzeichnungen hinweisen.

Im Gegensatz zur Ausweispflicht ist die Chippflicht innerhalb Deutschlands Ländersache. In den 16 Bundesländern besteht deshalb keine einheitliche Regelung zum Chippen von Haustieren. So handhaben die einzelnen Bundesländer die Chippflicht (Stand Juli 2019):

Baden-Württemberg

Haustiere müssen nur über eine Tätowierung gekennzeichnet sein. Chippflicht besteht allerdings für als gefährlich geltende Hunderassen. Hier sollten Tierhalter vor der Aufnahme des Tieres den entsprechenden Chip implantieren lassen.

Bayern

Haustiere müssen nur über eine Tätowierung gekennzeichnet sein.

Berlin

Es besteht Chippflicht für alle Hunderassen. Andere Haustiere brauchen keinen Chip.

Brandenburg

Die Chippflicht ist an die Körpergröße des Hundes geknüpft. Für alle Hunde, deren Widerristhöhe mehr als 40 cm beträgt und die mehr als 20 kg wiegen, besteht Chippflicht. Gleiches gilt für als gefährlich eingestufte Hunderassen.

Bremen

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen.

Hamburg

Es besteht Chippflicht für alle Hunde ab dem 3. Lebensmonat.

Hessen

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen.

Mecklenburg-Vorpommern

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen. Grundsätzlich wird auch eine eintätowierte Nummer im Zuchtregister anerkannt.

Niedersachsen

Es besteht Chippflicht für Hunde ab dem 6. Lebensmonat.

Nordrhein-Westfalen

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen ab dem 3. Lebensmonat.

Rheinland-Pfalz

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen.

Saarland

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen.

Sachsen

Es besteht keinerlei Kennzeichnungspflicht für Hunde.

Sachsen-Anhalt

Chippflicht besteht für als gefährlich geltende Hunderassen und für Hunde, die älter als sechs Monate sind.

Schleswig-Holstein

Es besteht Chippflicht für alle Hunde ab dem 3. Lebensmonat.

Thüringen

Es besteht Chippflicht für alle Hunde.

Grundsätzlich gilt die Chippflicht länderübergreifend nur für Hunde, Katzen und Frettchen. Anders sieht es aus, wenn Haustiere innerhalb der EU verreisen sollen. Seit dem 3. Juli 2011 müssen alle Tiere einen Mikrochip, den so genannten Transponder, tragen, wenn sie über die Landesgrenze transportiert werden sollen. Der Transponder ergänzt den ebenfalls verpflichtenden blauen EU-Heimtierpass. Dieser ist für Tierhalter auf Reisen bereits seit dem 1. Oktober 2004 gesetzliche Pflicht.

Den EU-Heimtierpass stellen dazu berechtigte Tierärzten aus. Er muss die folgenden Informationen enthalten:

  • Alle vorgenommenen Impfungen (insbesondere die gegen Tollwut)
  • Gesundheitszeugnis für Flugreisen (bei Notwendigkeit)
  • Chipnummer des Tieres inkl. Datum der Implantation und Nennung der Stelle, an welcher der Chip eingesetzt wurde
  • Daten des Halters inkl. Adresse
  • Daten des Tieres – dazu zählen Name, Art, Geschlecht, Fellfarbe sowie Geburtsdatum und Rasse

(Quelle)

Was kostet das Chippen eines Haustieres?

Den winzigen Mikrochip bekommt der Vierbeiner mithilfe einer Einwegspritze dicht unter die Haut implantiert. Die Kosten dafür setzen sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • Die Kosten für den Mikrochip. Hier kommt es auf den Hersteller und die Ausführung an. Die Kosten liegen im Schnitt zwischen 30 und 50 Euro.
  • Die Kosten für die Behandlung beim Tierarzt. Diese liegen nach Gebührenordnung für Tierärzte derzeit bei ungefähr 10 Euro.

Soll ein Haustier einen Chip bekommen, empfiehlt es sich, gleichzeitig den Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls wichtige Impfungen aufzufrischen. Im Zusammenhang mit dem Chippen wird zum Beispiel die Tollwutimpfung häufig erneuert. Hierfür sollten Tierhalter noch einmal zusätzliche Kosten in Höhe von ungefähr 50 Euro einkalkulieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.