Was verdient ein Hundetrainer?

Viele Hundetrainer ihren Job mehr aus Überzeugung als wegen des hohen Geldes. Wie hoch oder niedrig ist dieses Einkommen?

Die Frage nach dem durchschnittlichen Gehalt ist daher schwer zu beantworten, zumal der Beruf des Hundetrainers nicht geschützt ist. Auch die Industrie- und Handelskammern führen den Hundetrainer nicht als eigenes Berufsbild, so dass hier Vergleiche und Statistiken vorliegen würden. Die Möglichkeiten, den Beruf des Hundetrainers auszuüben sind sehr vielfältig und fast jede Hundeschule unterscheidet sich in Punkto Verdienst von anderen. Von einer reinen Nebenerwerbstätigkeit nach Feierabend bis hin zur Vollzeitbeschäftigung mit Angestellten ist alles vertreten. Auch die Verdienstmöglichkeiten schwanken sehr und sind nicht zuletzt regional unterschiedlich.

Der Verdienst erhöht sich mit der Ausbildung

Wenn man seinen Lebensunterhalt ganz oder teilweise als Hundetrainer verdienen möchte, ist landauf und landab viel Idealismus gefragt. Wie bei jeden anderen Beruf gilt auch beim Hundetrainer: Je stärker man sich engagiert, desto höher wird später der Verdienst sein. Grob kann man die Verdienstmöglichkeiten in folgende Kategorien einteilen:

  • Hundetrainer ohne eine fundierte Ausbildung arbeiten entweder ehrenamtlich in Vereinen und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung oder machen sich selbstständig. Werden Sie von Ihren Kunden nicht weiterempfohlen, ist ein monatlicher Verdienst von etwa 1.000-1.500 Euro (netto) oder weniger realistisch. Erfahrungsgemäß gibt es zwei Möglichkeiten für diesen Beruf. Die meisten Hundeerzieher beginnen mit einer nebenberuflichen Tätigkeit in der Hundeschule oder einer vergleichbaren Einrichtung.
  • Als freiberuflicher Hundetrainer oder Hundepsychologe mit einer guten Ausbildung und viel Erfahrung kann als mobiler Hundetrainer oder mit eigener, freier Hundeschule ca. 2.000 – 4.000 Euro (netto) im Monat verdienen. Mit einer eigenen, gut laufenden Hundeschule sind 2.000 Euro (brutto) die Regel.

Eben gerade weil Hundetrainer kein einheitlich geregelter Beruf ist und es keine staatliche Ausbildung gibt, sollte man unbedingt in private Ausbildungen und Praktika investieren. Denn seit dem 1. August 2014 müssen Hundetrainer (gemäß § 11 Abs.1 Nr. 8 Buchst. f TierSchG) ihre Sachkenntnis nachweisen und auch erste Zertifizierungen durch die Tierärztekammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind möglich. Daher werden Hundehalter zukünftig immer mehr auf solche Qualitäts-Merkmale achten und den Hundetrainer danach auswählen.

Bundesweites Verdienstgefälle für Hundetrainer

Vergleichbar mit anderen Berufssparten, verdienen Hundetrainer im Süden der Bundesrepublik mehr als im Norden. Die Gehälter für Hundetrainer in Baden-Württemberg oder in Bayern sind deutlich höher als in Norddeutschland oder den neuen Bundesländern. So kann der Betreiber einer gut gehenden Hundeschule in Süddeutschland mit einem monatlichen Einkommen von 3.000 bis 4.000 Euro kalkulieren. Andernorts sind es fünf- bis achthundert Euro weniger (also 2.800 bis 3.500 Euro).

Eine vertragliche und sozialversicherungspflichtige Anstellung als Hundetrainer ist nahezu unmöglich zu finden. Der Betreiber einer Hundeschule wird zunächst alles versuchen, um die anfallenden Arbeiten wie Kurse, Lehrgänge, Schulungen und dergleichen selbst zu bewältigen. Ist das nicht mehr möglich, dann nimmt er sich einen zertifizierten Hundetrainer zur Hilfe. Diesen setzt er bedarfsgerecht, meist stundenweise ein. Das ist selbstständig oder auf Honorarbasis möglich. In der Regel wird nach Arbeits- oder Einsatzstunden bezahlt. Ein Hundetrainer auf Honorarbasis verdient in etwa die Hälfte im Vergleich zu einem selbständigen Hundetrainer.

Südlich der Rhein-Main-Linie ist für Einsteiger ein Stundenlohn von 12-15 Euro denkbar. An Nordsee, Ostsee oder im Thüringer Wald wird es eher schwierig sein, die Verdienstschwelle von 10 Euro zu übersteigen. Dabei handelt es sich um Gruppenstunden, bei denen jeder Teilnehmer einzeln bezahlt. Für Einzelunterricht kann der Preis höher sein. Hat man sich nach einiger Zeit einen guten Ruf als Hunde-Experte erworben, wird einem meist auch ein deutlich höherer Stundenpreis gezahlt.

Als Hundetrainer ohne eigene Hundeschule lässt sich Verdienst vor allem durch die Anzahl der Arbeitsstunden erhöhen. Der Hundeschulbetreiber erhält eine monatlich eine Rechnung, die er bezahlt. Ihm selbst entstehen auf diese Weise keine Mehrkosten. Vor allem zahlt er keine Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Als selbstständiger Hundetrainer kann man alle betriebsbedingten Ausgaben steuerlich geltend machen. Das senkt die Steuerlast und macht das Brutto fast zum Netto.

Alternativ ist auch ein Minijob bis zum Verdienst von 450 Euro monatlich. Als beschäftigter Hundetrainer sollte man aber auf einen Minijob verzichten. Der schnelle Weg in die Selbstständigkeit ist auch kurzfristig sinnvoll, denn die Gewerbeanmeldung bei der örtlichen Gemeinde kostet nur einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Langfristig kann man überlegen, eine eigene, freie Hundeschule zu gründen.

1 Kommentare zu Was verdient ein Hundetrainer?

  1. KokeLine sagt:

    Schon in dem ersten Absatz fehlt mindestens ein ganzes Wort. Macht sich nicht wirklich gut wenn man mich fragen würde. Sonst aber viele gute Infos 🙂

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