Verhaltenstherapie

VerhaltenstherapieIhr Hund bellt, wenn es an der Tür klingelt? Er will jeden Jogger einfangen und Picknickfreunde auf der Wiese hüten? Ist er damit ein Fall für die Verhaltenstherapie, ein echter Problemhund?

Hier ist es nötig zu differenzieren. In vielen Fällen zeigen die Hunde nur Verhaltensweisen, unter denen sie im Grunde selbst gar nicht leiden. Hier ist vielmehr Erziehung als Therapie gefragt: In den meisten Fällen fehlt vermeintlichen Problemhunden lediglich der erzieherische Führanspruch des Besitzers: Bei einem Hund, der beispielsweise sein Territorium verteidigen will und deshalb Besucher drohend anbellt, haben es seine Besitzer versäumt zu vermitteln, dass sie den Umgang mit Besuchern regeln. Trotzdem ist auch in solchen Fällen dringend die Zusammenarbeit mit einer Hundeschule oder einem Hundetrainer zu empfehlen.

Nur etwa zehn Prozent der ihm als Problemfälle vorgestellten Hunde zeigen tatsächlich therapiebedürftige Beschwerden oder Leidensformen im Verhalten, schätzt Hundeexperte Thomas Baumann. Erst hier muss therapeutisch eingegriffen werden. Als Therapie wird allgemein die Behandlung von Erkrankungen bzw. krankhaften Veränderungen bezeichnet. Dies gilt für organische Erkrankungen oder für Störungen im Bewegungsapparat gleichermaßen wie für psychische Beschwerden oder Leiden. Kreiseln Hunde beispielsweise stundenlang ohne Pause oder zeigen sie stereotype Verhaltensweisen, die sie auch im Falle von Ermüdung oder Durst nicht unterbrechen können, benötigen Sie dringend therapeutische Hilfe. Bitte suchen Sie in einem solchen Fall einen Tiertherapeuten auf, dem sie vertrauen und bei dem sie sich gut aufgehoben fühlen. Er sollte keine Vorurteile gegenüber bestimmten Hunderassen, -typen oder Mischlingen haben, sich jedoch mit den Besonderheiten verschiedener Rassen auskennen und dieses Wissen in seine Arbeit einfließen lassen.

Ist man sich nicht sicher, ob es sich bei dem Verhalten des eigenen Vierbeiners um erzieherische Defizite handelt oder tatsächlich krankhaftes Verhalten, sollte man zum Wohle des Tieres unbedingt einen Fachmann aufsuchen. Um bei der Neuanschaffung die besten Grundlagen zu schaffen, dass man später nicht zur Verhaltenstherapie muss, lohnt es sich bereits früh eine Welpenschule aufzusuchen. So wird der wichtigste Abschnitt in der Sozialisationsphase eines Hundes (12. – 16. Woche) bereits positiv Zugrunde gelegt.

Hunde sind häufig von der Verhaltens-Krankheit Epilepsie betroffen. Aufgrund der anderen Nervenschaltungen im Tierhirn wird allerdings häufig vom „epileptiformen Anfall“ gesprochen.

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